Die Bilder von der letzten Reise, dem letzten Geburtstag - gammeln meistens schön auf dem Smartphone rum. Wir zeigen euch, wir ihr eure Schnappschüsse in Szene setzt. Und drucken sie auf Holz.

Ihr kennt das: Ihr habt gefühlt 2000 Bilder auf eurer letzten Reise gemacht und am Ende verrotten die meisten auf dem Handy. Dabei ist es doch viel schöner, die Erinnerungen groß an die Wand zu bringen. Und da eignet sich Holz ziemlich gut.

Dafür braucht ihr:

  • Holzplatte (z.B. Fichtenholz aus dem Baumarkt)
  • Foto (spiegelverkehrt!, ausgedruckt auf einem Laserdrucker) 
  • Acrylfarbe 
  • Fotoleim 
  • evtl. Klarlack 
  • Aufhänger 
  • Pinsel und Schwamm

Ganz wichtig: Euer Foto müsst ihr spiegelverkehrt auf ganz normales Kopierpapier ausdrucken, Fotopapier ist zu dick und löst sich schlecht auf. Außerdem muss der Druck aus einem Laserdrucker kommen. Grund sind die unterschiedlichen Druckertechniken, erklärt Netzbastlerin Rahel Klein.

Tinten- vs. Laserdrucker

Bei einem Tintendrucker sprühen kleine Düsen winzige Punkte aufs Papier. Wenn ihr ein Foto mit Tinte auf Kopierpapier druckt, wird die Farbe vom Papier aufgenommen, das Papier wellt sich. Außerdem ist das Foto nicht wasserfest.

Da wir unser Foto mithilfe von Leim auf Holz drucken, muss es wasserfest sein und die Farbe muss sich wieder vom Blatt lösen können. Bei einem Laserstrahldrucker wird das Bild mithilfe von einem extrem feinen Pulver (dem Toner) aufs Papier gegeben und mit Hitze "festgebacken". Die Bildpartikel sind auf dem Papier und wasserfest, deshalb lösen sie sich später auch wieder gut davon ab.

Ihr könnt eure Holzplatte mit verdünnter Acrylfarbe bepinseln oder das Holz natürlich lassen. Beim Holzdruck soll die Maserung des Holzes auf jeden Fall durchscheinen.

Auf das Holz und die bedruckte Fotoseite wird ein Leim aufgetragen. Im Bastelladen oder Baumarkt gibt es sogenannten Foto-Transfer-Kleber. Mit dem könnt ihr eure ausgedruckten Bilder auf praktisch alle trockenen Untergründe übertragen. In Bastelkreisen nennt sich das ganze "potchen". Im Grunde ist dieser Leim ein transparent trocknender Kleister, in dem noch diverse Inhaltsstoffe enthalten sind, damit sich die Bildpartikel besser vom Papier lösen. Ihr könnt das Ganze aber auch mal mit einem transparenten Holzleim ausprobieren.

Dann kommt das vollgekleisterte Foto mit der bedruckten Seite auf das Holz. Das Bild müsst ihr schön glatt streichen, es dürfen keine Blasen entstehen. Ein Lineal kann dabei helfen.

Papier wird abgerieben, das Foto bleibt

Wenn der Kleber richtig durchgetrocknet ist, wird ein Schwamm mit warmem Wasser getränkt. Damit weicht ihr das Papier wieder auf. Anschließend rubbelt ihr das nasse Papier wieder vom Holz herunter. Das kann am Anfang ein bisschen knifflig sein, sagt Netzbastlerin Rahel Klein. Wenn ihr zu fest reibt, kann sich etwas von dem Bild wieder vom Holz lösen. Probiert am besten vorsichtig aus, mit wie viel Druck und Wasser ihr arbeitet. Ein paar Macken sind aber ganz normal, der Holzdruck soll extra ein bisschen used aussehen.

Wenn ihr das komplette Papier abgerieben habt, könnt ihr das Bild noch mit einem Klarlack versiegeln. Dann verschwinden auch die Papierreste, die manchmal auf dem Bild zurückbleiben.

MIt einem kleinen Aufhänger auf der Rückseite eures Bildes könnt ihr euer Kunstwerk an die Wand hängen und in Urlaubserinnerungen schwelgen.