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Alle sitzen vor der Glotze, irgendwo vor einer Bar. Warten auf Tore bei der Fußball-Europameisterschaft. Und dann geht der Fernseher aus. Das ist fies. Und lustig. Vielleicht war unser Netzbastler Moritz Metz in der Nähe.

In Netzbasteln-Ausgabe 167 baut unser Netzbastel-Reporter Moritz Metz eine universelle TV-B-Gone-Fernbedienung mit besonders starken Infrarot-Leuchten, versteckt in einem hundsgewöhnlichen Pizzakarton.

Auf Knopfdruck gehen die Fernseher aus

Ungefähr 140 verschiedene europäische Fernseher-Ausschaltcodes sind in der Open-Source – Datenbank des Programmcodes vorhanden – und werden auf Knopfdruck mit 10 Watt Leistung in drei RIchtungen gestrahlt. Bei ziemlich vielen Bars und Spätis funktioniert das, stellt Moritz fest – ein zugegebenermaßen alberner Schabernack.

Am liebsten würde Moritz in der meist kurzen Fußball-Blackout-Phase einen kleinen Vortrag über die öfters seltsamen Gebaren des UEFA-Fussballverbandes halten, aber dafür bräuchte es womöglich Bodyguards – und Fußballgucken macht ja schon auch Spaß.

TV-B-Gone Pizza Power Edition

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Die superstarken 3-Watt-infrarot-LEDs (940nm) verlötet Moritz mit deren Kühlkörpern, auf den ESP8266-Minicontroller kommt eine Lochrasterplatine mit einem IRLZ44N-Mosfet-Transistor sowie einem Taster.

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Zur Wärmeableitung klebt Moritz die in Reihe geschalteten LEDs auf eine Aluminiumleiste, die wiederum an eine Hohlkammerplatte in Pizzakartongröße genietet ist.

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Eine USB-Powerbank liefert den Strom, ausgelöst wird mit einem blauen Taster.

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Letzter Test: Die LEDs verbrauchen fast 10 Watt, ihr ultrahelles Infrarotlicht wird durch die Kameralinse sichtbar. Moritz hat die universelle Fernseh-Ausschalt-Fernbedienung dann beim Public Viewing in Berlin erfolgreich getestet (siehe Titelbild).