War es ein Vulkanausbruch? Oder war es ein Meteorit? Geologen vermuten, dass beide Naturkatastrophen zusammen für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich sind.

Mithilfe neuer Berechnungen stellten Wissenschaftler fest, dass sowohl ein Meteoriteneinschlag als auch gleich mehrere Vulkanausbrüche zusammen das Sterben der Dinos ausgelöst haben müssen. Die Geologen sind überzeugt, dass der Meteorit die Vulkanausbrüche verursachte - oder zumindest verstärkt - haben muss.

Alles begann vor 65 Millionen Jahren

Die Naturkatastrophen fanden in der Kreide-Tertiär-Grenze - also vor etwa 65 Millionen Jahren - statt und sie löschten nicht nur die Dinosaurier aus, sondern ungefähr zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten, die es damals auf der Erde gab. Und die Geologen konnten jetzt berechnen: Die Naturkatastrophen haben beide innerhalb der 50.000 Jahre vor dem Massensterben stattgefunden.

"Zur Altersbestimmung des Gesteins haben die Forscher die Argon-Argon-Methode angewendet: Damit kann man das absolute Alter von Gesteinen anhand der Menge des Edelgases Argon sehr genau bestimmen"
Kathrin Sielker zur wissenschaftlichen Messmethode der Forscher

In Westindien liegt der Dekkan-Trapp. Dort haben die Forscher jetzt Lava-Gestein von dem Ausbruch vor gut 65 Millionen Jahren untersucht. Ihre Messdaten haben ergeben: Die Vulkane in Indien haben direkt nach dem Meteoriteneinschlag in Mexiko doppelt soviel flüssiges Gestein ausgespuckt wie vorher, also müssen sie von ihm beeinflusst worden sein.

Die Geologen vermuten, dass der Meteorit vor Yucatan eine regelrechte Schockwelle in der Erde ausgelöst hat. So kam es zu gewaltigen Vulkanausbrüchen, die mehrere hunderttausend Jahre angehalten haben sollen. 500.000 Jahre lang konnte sich das Ökosystem demnach nicht erholen - und die Dinosaurier waren für immer verschwunden.