Drohne raus, Kamera an und einmal schauen, was beim Nachbarn los ist? Das ist nicht nett. Für Drohnenflieger soll es neue Regeln geben. Auch damit der Luftraum sicher bleibt.

Falls ihr eine Drohne habt, könnt ihr die nicht überall einfach so starten lassen. Das gilt auch jetzt schon. Manche Parks zum Beispiel sind Flugverbotszonen, Drohnen sind dort nicht erlaubt.

Dobrindt will neue Regeln für den Luftraum

Verkehrsminister Dobrindt will die Luftverkehrsordnung anpassen. Damit will er mögliche Unfälle in der Luft vermeiden und die Privatsphäre auf dem Boden stärker schützen. Zu den neuen Regeln zählt, dass Drohnen nicht höher als hundert Meter fliegen dürfen. So sollen unter anderem Unfälle mit Flugzeugen bei Start und Landung vermieden werden.

"Eine Drohne in der Nähe eines Flughafens zu fliegen, ist eine saudumme Idee. Und bereits heute schon verboten."

Tim Hoesmann ist Anwalt und Justiziar für den Bundesverband der Copterpiloten, den Verband der Drohnenpiloten. Er findet die geplante Anpassung der Luftverkehrsordnung nicht schlimm. Die hundert Meter bedeuten, dass die Drohne auf Sicht geflogen wird. So kann der Pilot die Drohne gut beherrschen und kontrollieren.

Drohnen mit Kameras nicht mehr im Wohngebiet

Auch für die Nutzung von Drohnen mit Kameras sieht Hoesmann keinen starken Eingriff. Denn für eine gute Kameraperspektive reichen 20 bis 50 Meter Höhe. Viel höher zu fliegen, sorgt nicht für bessere Aufnahmen. Doch beim Thema Kameras geht es nicht nur um die Sicherheit, sondern auch um die Privatsphäre. In Wohngebieten sollen Drohnen mit Kameras künftig komplett verboten werden. Sodass niemand heimlich die Terrasse oder den Dachgarten filmen darf.

Betroffen von der Neuregelung sind aber die Modellflieger. Sie lassen ihre Modelle häufig in einer Höhe über hundert Metern fliegen. Die haben ihren eigenen Verband, der gut funktioniert, sagt Hoesmann. "Die wissen, was sie tun." Doch für sie könnte die Anpassung des Gesetzes eine Einschränkung ihres Hobbys bedeuten.