Das Nachtleben ist für große Städte ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Damit das auch reibungslos funktioniert, hat nach Amsterdam, London und Paris auch New York den Posten einer "Nachtbürgermeisterin" geschaffen. 

Das ist doch mal ein Titel: "Senior Executive Director of the Office of Nightlife". Klingt nach Party und Glamour, ist aber sicher richtig viel Arbeit. Ariel Palitz wird die erste Nachtbürgermeisterin von New York. Sie muss dafür sorgen, dass zwischen Behörden, Clubs und Bars, aber auch den Anwohnern alles gut läuft. Zum Beispiel geht es um gesetzliche Regelungen zu Öffnungszeiten oder Lärmschutz.

"Ganz wichtig: Sie soll Vermittlerin sein, vermitteln in diesem Dreieck aus Stadt, Clubbetreibern, Anwohnern."
Dominik Peters, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Partys: ein wichtiger Wirtschaftsfaktor

Ariel Palitz kennt die Herausforderungen des Nachtlebens aus eigener Erfahrung. Die 47-Jährige war selber Clubbetreiberin, saß drei Jahre lang im New Yorker Gemeinderat und arbeitet als Club-Beraterin. Aber sie muss den Job auch nicht alleine stemmen: Sie hat einen zwölfköpfigen Beraterstab an ihrer Seite. Und: Sie hat ein Budget von umgerechnet 250.000 Euro für ihre Projekte.

"Das ist eine Frau aus der Szene, also kein Büroheini."
Dominik Peters, Deutschlandfunk-Nova-Reporter
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Vor New York haben schon Amsterdam, London und Paris Nachtbürgermeister-Posten geschaffen. Denn das Nachtleben ist für große Städte ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Aber: je mehr Party, desto mehr Konflikte. Die reichen von Anwohnerbeschwerden über Verkehrsplanung und Müllentsorgung bis hin zu steigenden Immobilien- und Mietpreisen. All das muss geregelt werden, idealerweise mit spezieller Expertise fürs Nachtleben. 

Auch in Berlin wurde schon über die Einführung eines Nachtbürgermeister-Postens diskutiert - bisher allerdings ohne Ergebnis.

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