"No-Fap" heißt so viel wie "nicht wichsen". Die Idee: Enthaltsamkeit, Verzicht auf Pornos und Selbstbefriedigung machen Männer zu glücklicheren Menschen. Vor allem, wenn sie suchtartig zu Pornos masturbieren. 

"Das waren die längsten vier Wochen meines Lebens."
Airen, freier Journalist, hat NoFap ausprobiert

Die Bewegung kommt aus den USA und hat Zehntausende Anhänger, meistens Männer, die bei sich selbst eine Pornosucht diagnostiziert haben. Auch das Verhältnis zu Frauen soll durch Enthaltsamkeit besser werden.  Der Blogger und freie Journalist Airen hat No-Fap vor einiger Zeit ausprobiert. Er hat vier Wochen keine Hand angelegt, obwohl er vorher täglich masturbiert hat. In Eine Stunde Liebe erzählt er, was der Masturbationsverzicht mit ihm gemacht hat. Heute konsumiert er keine Pornos mehr.

"Irgendwann findet man jede Frau schön. Auch Männer und Blumenvasen."
Airen über den sexuellen Druck, der sich beim Selbstversuch aufgebaut hat.
"Sieben Orgasmen pro Woche gelten als 'normal'."
Vivian Jückstock, Diplom-Psychologin

Vivian Jückstock vom Institut für Sexualforschung am UKE Hamburg
verrät, wann Pornosucht überhaupt anfängt und wann No-Fap ein hilfreicher Ansatz ist.

"Der Testosteronlevel steigt wirklich. Aber nur kurzfristig."
Vivian Jückstock, Diplom-Psychologin

Jückstock behandelt selbst Menschen mit Pornosucht, im Fachjargon "hypersexuelles Verhalten."

Im Liebestagebuch erzählt Cleo (*Name geändert), warum Sie neulich eifersüchtig war.