Die App Ohlala vermittelt bezahlte Dates. Gründerin Pia Poppenreiter will damit Sexarbeiterinnen die Arbeit erleichtern. Männer können sich um Frauen bewerben.

Bei 150 Euro fängt es an. Nach oben hin ist es selbstverständlich offen, was die Männer den Frauen anbieten. Das Prinzip der App ist so: Frauen wie Männer legen ein Profil an. Die Männer dürfen sich dann bei den Frauen bewerben, indem sie sagen, was sie sich wünschen und wie viel sie dafür zahlen wollen und die Frau entscheidet, ob es passt, oder nicht.

"Andi war total reizend. Er hat mir versichert, dass er keinen Fetisch hat. Er wollte sich einfach auf ein nettes Date treffen, und wenn es passt noch mit mir ins Bett."
Mithu Sanyal, Deutschlandfunk Nova

Unsere Autorin Mithu hat die App "Ohlala" ausprobiert und sich ein Profil angelegt. Was sie sehr lobt: Kurz nach der Anmeldung rief eine nette Frau an, um zu fragen, ob sie sich freiwillig angemeldet habe. Bei ihrem ersten Kontakt mit User Andi bekam sie direkt 350 Euro angeboten. Mithu lehnte aber ab. 

Offenbar nutzen die App vor allem Frauen, die sonst Escort-Service anbieten.

"Für die Escort-Kolleginnen ist es eine gute und erfolgreiche Abwechslung. Aber die zahlungskräftige Klientel ist da nicht unterwegs."

Die Gründerin der App, Pia Poppenreiter, ging irgendwann nachts nach einer Party nach Hause und sah eine Prostituierte am Straßenrand stehen und warten. Da hat sie sich gedacht, das muss doch effizienter gehen und kam auf die Idee zur App. 

Der Unterschied zu Dating-Apps wie Tinder ist einfach: Die App macht keinen Hehl daraus, worum es hier geht. Es geht um sexuelle Dienstleistung. Oder, wie Mithu es sagt: "Wenn man Sex will, kann man das bei Ohlala finden und muss nicht so tun, als wäre man an Romantik Interessiert."