Der 32-jährige Journalist Oliver Jeges hat ein Buch über seine Generation geschrieben. Eine Generation, von der er sagt, ihr fehle ein charakteristisches Merkmal. Und doch hat sie eines: "Generation Maybe" heißt der Titel und beschreibt eine Generation orientierungsloser und unentschlossener junger Menschen.

Früheren Generationenbewegungen ist gemeinsam, dass sie sich gegen etwas auflehnten: Die 68er rebellierten gegen das Establishment mit Nazi-Wurzeln, die 70er-, 80er-Generation ging im Friedens- und Umweltaktivismus auf. Und heute?

Der Journalist Oliver Jeges griff das "Maybe" aus der Marlboro-Werbung auf und schrieb zunächst einen Essay in der "Welt" über seine Generation, mit dem er wohl den Nerv der Zeit traf. Jetzt legt er mit seinem Buch "Generation Maybe" nach.

"Meine Generation hat keine Probleme, sie macht sich Probleme."
Oliver Jeges, Journalist und Buchautor "Generation Maybe"

Oliver Jeges beschreibt die vielen Optionen, die der jungen Generation heute offenstehen. Daraus entstehe für viele das Problem der Orientierungslosigkeit und Unentschlossenheit. Die Zerfaserung einer ganzen Generation durch einen extremen Individualisierungszwang führe zu Wohlstandsproblemen.

"Wir sind unsicher. Und wir haben Angst. Wir treten auf der Stelle und werfen uns in eine selbst verschuldete Unmündigkeit. Nicht mehr so sehr der Wille zur Entfaltung ist größer, sondern der zur Festanstellung."

"Jammern auf hohem Niveau", nennt das Oliver Jeges und versucht sich und seine Generation, ihr Lebensgefühl zu beschreiben. Es ist ein subjektiver Blick auf die 18- bis 35-Jährigen. An manchen Stellen zu vereinfachend und unentschlossen, wie Oskar Piegsa auf spiegel.de analysiert - er ist zwei Jahre jünger als Oliver Jeges - also eigentlich voll "maybe".

Weitere Informationen:

"Generation Maybe" von Oliver Jeges: In der Vielleicht-Falle
spiegel.de vom 03.03.2014