Android-Nutzer aufgepasst: Google möchte sehr gerne wissen, wo ihr so unterwegs seid. Das Tracking geht sogar dann weiter, wenn ihr einzelne Apps bewusst löscht. Wundert euch also nicht über merkwürdige Aufforderungen.

Google habe ein großes Interesse daran, wo sich Android-Nutzer aufhalten. Sogar dann, wenn man Apps wie Google Maps gelöscht hat, die eine Geo-Referenzierung brauchen, um zu funktionieren. Das Online-Magazin The Register hat das Thema aufgegriffen.

Das Problem ist, dass sich solche Dauer-Lokalisierer wie Google Maps anscheinend nicht abschalten lassen. Dadurch werden Ortsinformation permanent an Google geschickt.

Das führt zu kuriosen Momenten, wie sie The Register beschreibt. Das Magazin zitiert den IT-Sicherheitsexperten Mustafa Al-Bassam. Als der in einen Mc Donald's hineingeht, poppt auf seinem Android-Gerät die Aufforderung auf, die McDonalds-App zu installieren - fast bekam er einen Herzinfarkt vor Entrüstung. Mustafa Al-Bassam twittere dazu:

Für das unerwünschte Dauer-Tracking ist eine Kernkomponente des Android-Betriebssystems verantwortlich, die sogenannten Google Play Services. Dieses Softwaremodul stellt quasi die Verbindung der User zu ihrem Google-Account her. Außerdem ist das Modul für App-Updates aus dem Play Store zuständig und liefert anderen Apps unter anderem Ortungsinformationen.

Die Nutzer können nicht je App über das Tracking entscheiden

Um das permanente Tracking vollständig zu verhindern, müsste man die Ortungsfunktion für alle Apps auf dem Gerät deaktivieren - nur für ein App, ändert nichts. Es gibt also nur diese alles oder nichts Lösung.

Das Problem der Dauer-Ortung könnte laut anderen Berichten mit dem aktuellen Android-Update stärker geworden sein. Möglicherweise hat seitdem die Lokalisierungs-Frequenz zugenommen. Das würde auch erklären, warum sich die Geräte teils stärker erwärmen und der Batterieverbrauch relativ hoch ist. Denn auch das ärgert einige Android-Nutzer.