• Abonnieren
  • Spotify
  • iTunes
  • Google

Ostern steht vor der Tür und damit für viele auch ein paar freie Tage. Ob man wirklich verreisen will oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Möglich ist es inzwischen zum Teil wieder, auch ohne Quarantäne nach der Rückkehr. Wir haben die Landkarte in die Hand genommen und sagen, wo was gehen könnte in Sachen Urlaub.

So ganz sicher ist das alles noch nicht, aber einige Bundesländer haben angekündigt, dass sie ihre Beschränkungen zu Ostern lockern wollen, sagt unser Reporter Johannes Döbbelt. Beispielsweise will Sachsen-Anhalt seinen Bürgern Urlaub im eigenen Bundesland ermöglichen. Wer zum Beispiel in Magdeburg lebt, darf dann in den Harz oder in die Altmark fahren.

Übernachten sollte man dann in Ferienwohnungen oder in Wohnmobilen. So bleibt ein Haushalt, die Familie oder ein Pärchen unter sich. Die Landesregierungen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern argumentieren ähnlich. Auch hier sollen Menschen im eigenen Bundesland Urlaub machen können.

Externer Inhalt

Hier geht es zu einem externen Inhalt eines Anbieters wie Twitter, Facebook, Instagram o.ä. Wenn Ihr diesen Inhalt ladet, werden personenbezogene Daten an diese Plattform und eventuell weitere Dritte übertragen. Mehr Informationen findet Ihr in unseren  Datenschutzbestimmungen.

Noch ist aber nicht ganz klar, ob das wirklich alles so klappt wie geplant und wie genau die Regelungen sein werden. Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, hat aber deutlich gemacht: Wenn ein Urlaub in Mallorca gehe, dann doch erst Recht im eigenen Bundesland. Die Bundesregierung hätte das noch nicht plausibel erklärt. Was genau über Ostern innerhalb Deutschlands möglich ist, will die Bundesregierung mit den Ländern bald klären. Nach aktuellem Stand bleiben Reisen bis zum 28. März verboten.

Mallorca kein Risikogebiet mehr

Sonne, Strand und Meer? Das geht, wenn es wärmer werden soll, eher außerhalb Deutschlands - zum Beispiel auf Mallorca. Inzwischen wird die Insel nicht mehr als Risikogebiet eingestuft. Heißt: Eine Reise ohne Corona-Test und Quarantäne bei der Rückkehr ist möglich. Mit einem Run auf die Insel ist allerdings nicht zu rechnen. Zwar vermelden Reiseanbieter einen starken Anstieg der Reisebuchungen, doch nur rund zehn Prozent der Hotels auf der Insel wollen über Ostern öffnen, sagt unser Reporter.

"Auf Mallorca wird es wahrscheinlich nicht super voll, weil nur ungefähr zehn Prozent der Hotels auf Mallorca über Ostern aufmachen wollen."
Johannes Döbbelt, Deutschlandfunk Nova

Urlauber auf Mallorca müssen sich zudem auf Einschränkungen einstellen. Die spanische Regierung will über Ostern sogar extra ihre Corona-Regeln verschärfen. Gaststätten sollen um 17 Uhr schließen, bis 22 Uhr dürfen Urlauber sich draußen aufhalten, dann soll eine Ausgangssperre gelten. Außerdem dürfen nur Personen aus einem Haushalt sich ein Hotel-Zimmer oder eine Ferienwohnung teilen.

Mögliche Reiseziele: Spanien, Kroatien, Portugal

Stand jetzt ist Urlaub auch auf den anderen balearischen Inseln möglich, Menorca oder Ibiza. Auch das spanische Festland steht offen, zumindest in den Regionen, die kein Risikogebiet mehr sind – zum Beispiel Valencia und einige spanische Provinzen im Inland.

Auch Reisen nach Portugal sind zum Teil wieder möglich. Das Auswärtige Amt hat zumindest für einige Regionen die Reisewarnungen aufgehoben - so zum Beispiel für die Azoren. Bei den Deutschen hoch im Kurs ist immer auch Kroatien, das teilweise auch kein Risikogebiet mehr ist. So zum Beispiel die Halbinsel Istrien.

Bundesregierung rät ab

Die Bundesregierung und auch einige Virologen raten jedoch dazu, wegen Corona generell auf touristische Reisen zu verzichten. Ein Argument: Mehr Mobilität erhöhe auch das Infektionsrisiko. Insgesamt werden für die Zeit um Ostern hierzulande noch mal deutliche höhere Inzidenzen erwartet. Verschiedene Prognosen gehen von Werten um die 200 aus.

"Die Bundesregierung und auch einige Virologen raten nach wie vor dazu, wegen Corona generell auf touristische Reisen zu verzichten. Auch mit dem Argument: Mehr Mobilität erhöhe auch das Infektionsrisiko."
Johannes Döbbelt, Deutschlandfunk Nova