Nikita ist Student und wohnt in Donezk. Uns hat er erzählt, wie er seinen Alltag meistert.

Nikita lebt und arbeitet im ostukrainischen Donezk. Von dem Flugzeugabsturz und den Spekulationen darüber hat er aus dem Netz erfahren. Der Student kommt bislang noch an Lebensmittel und geht zur Arbeit, so wie die meisten anderen Menschen, die in Donezk geblieben sind. Viele Bewohner seien allerdings in Richtung Russland oder Westukraine geflohen.

"Ich muss so tun, als ob alles normal wäre. Um nicht verrückt zu werden."
Nikita über seinen Alltag in Donezk

Die Lage beschreibt er als angespannt und bedrückend. Die Taktik der verbliebenen Bewohner: So tun, als ob alles normal wäre, um nicht verrückt zu werden. In der Stadt werde nicht gekämpft, allerdings im Umkreis der Stadt. Jede Nacht seien Schüsse und Explosionen zu hören. Außerdem patrouillierten in der Nacht Panzer der Separatisten durch die Stadt.

Es ist gefährlich, auf die Straße zu gehen, erzählt Nikita. Wer auf eine Patrouille stoße, könne überprüft werden und auch ohne Begründung mitgenommen werden. Auch aus diesem Grund wäre Nikita froh, wenn die ukrainische Armee Donezk einnehmen würde.