"So etwas hätte gar nicht gedreht werden dürfen", sagt Annabelle Mandeng über "Otto - Der Film". In der Komödie von 1985 tauchen rassistische Äußerungen auf, die die Schauspielerin und Moderatorin aus ihrer Sicht bewertet und einordnet.

In "Eine Stunde Film" vom 28. Juli 2020 haben wir über die Kino-Rückkehr von "Otto - Der Film" (1985) gesprochen. Dabei ging es auch um die kontroverse Rassismus-Debatte, die seitdem im Netz geführt wird. Kritisiert werden Szenen und Gags, mit offensichtlich rassistischer Sprache, die heute, zu Zeiten der Black-Lives-Matter-Bewegung, ganz anders wahrgenommen werden als im Jahr 1985.

Wir setzen die Diskussion in dieser Ausgabe fort – mit der afro-deutschen Schauspielerin und Moderatorin Annabelle Mandeng.

Welche Wirkung hat der Otto-Film heute – nach 35 Jahren?

Aktuell ist Annabelle Mandeng in einer Hauptrolle in Burhan Qurbanis "Berlin Alexanderplatz" im Kino zu sehen, spielt dort Club-Besitzerin Eva. Als Tochter einer Deutschen und eines Kameruners ist sie seit über 20 Jahren Alltagsrassismus ausgesetzt, wird im Privat- und auch Berufsleben damit konfrontiert. Mit ihr sprechen wir über "Otto - Der Film". Über seine Wirkung vor 35 Jahren und wie er heute wahrgenommen wird – sowie über Alltagsrassismus in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft.

"Das ist eine Szene, die hätte so gar nicht gedreht werden dürfen, ganz egal, in welchem Zeitalter wir uns befinden. Ich kenne Otto persönlich, ich mag ihn wirklich sehr, finde seinen Humor auch eigentlich grandios, das hier ist aber grenzüberschreitend."
Annabelle Mandeng, Schauspielerin und Moderatorin

Neu im Kino im Kino in dieser Woche: die Polit-Komödie "Irresistable", von US Talker Jon Stewart, mit Steve Carrell in der Hauptrolle. Eine Geschichte, angelehnt an den bisher teuersten Kommunalwahlkampf in der amerikanischen Geschichte. Anna Wollner hat sich den Film für uns angesehen.