Nächste Woche starten die Paralympics in Rio. Das deutsche Team ist auf dem Weg nach Brasilien - Markus Rehm ist mit dabei. Trotz Ärger vorab freut er sich auf Rio.

155 deutsche Athleten sind unterwegs nach Rio. Doch bei den Paralympics in Brasilien muss gespart werden: beim Personal, beim Transport und auch bei den freiwilligen Helfern.

Die Erwartungen sind gehemmt, sagt der Weitspringer Markus Rehm. Dennoch will er sich nicht die Laune verderben lassen. Das deutsche Team sei gut drauf, und er auch. Außerdem hat Markus gute Chancen. Er ist Weltmeister im Weitsprung und hat bei den Paralympics in London 2012 Gold geholt.

Markus trägt an seinem linken Bein eine ultraleichte Carbon-Prothese. Seit einem Unfall mit dem Wakeboard fehlt ihm der Unterschenkel. In Brasilien wird er aufgrund des heißen Klimas etwas mehr auf die Prothese achten müssen, aber das ist kein Problem für ihn.

"Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, um gemeinsam zu starten, auch wenn getrennt gewertet wird."

Bei den Olympischen Spielen durfte Markus bislang nicht antreten. Es wird darüber diskutiert, ob ihm die Prothese gegenüber nicht-behinderten Sportlern einen Vorteil bringt. Markus ist optimistisch, dass es eine Lösung geben wird - vielleicht schon bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in London 2017. Möglich wäre ein gemeinsamer Start, aber eine getrennte Wertung. Jedenfalls ist Markus im Gespräch mit dem Leichtathletik-Weltverband (IAAF) und Teil einer Arbeitsgruppe, die sich dem Thema widmet.

Mehr zu Markus Rehm: In der Einhundert erzählt Markus über seinen Unfall und die Zeit danach.