Drei Monate nach den Terroranschlägen von Paris, am 13. November 2015, ist die US-Rockband Eagles of Death Metal nach Paris zurückgekehrt, um ihr Konzert "zu Ende zu spielen". Unsere Korrespondentin Kerstin Gallmeyer war für uns dabei.

Es war ungewiss, wie viele Menschen kommen werden. Alle Überlebenden waren eingeladen, auch die Angehörigen der Todesopfer. Unter den Zuschauern waren auch Viele, die am 13. November 2015 keine Karten mehr bekommen hatten. Und am Ende war der Konzertsaal im Olympia-Theater dann voll.

Der Abend: sehr emotional - und trotzdem ausgelassen. Hugh Jesse, der Frontmann der Eagles of Death Metal, sagte in einem Interview, er habe Angst gehabt, dieses Konzert zu spielen. Noch während des ersten Songs legte die Band eine Pause ein und forderte die Konzertbesucher auf, 89 Sekunden innezuhalten, um an jeden einzelnen Menschen zu denken, der beim Konzert am 13. November im Bataclan getötet worden ist. Danach wurde weitergerockt.

"Bonsoir Paris, we're ready for this!"
Jesse Hughes, Frontmann der Eagles of Death Metal

Am 13. November 2015 hatten drei schwer bewaffnete Islamisten den Konzertsaal Bataclan gestürmt, wo die Eagles of Death Metal gerade ein Konzert spielten. Die Angreifer feuerten mit Maschinengewehren in die Menge und erschossen 89 Menschen. Etwa zeitgleich wurden, an anderen Orten in Paris, 40 weitere Menschen getötet.

Einen Monat nach den Anschlägen kamen die Eagles of Death Metal als Überraschungsgast eines U2-Konzerts nach Paris zurück. Danach kündigten sie ein eigenes Konzert an, um den Auftritt vom 13. November "zu Ende zu bringen". Das haben sie jetzt getan. Das Bataclan ist derzeit noch geschlossen, es soll Ende des Jahres wiedereröffnen. Die Eagles of Death Metal würden dann gerne als erste Band auftreten.