Wer bis zum 6. Februar um 18 Uhr in die SPD aufgenommen wird, kann über den Koalitionsvertrag einer neuen GroKo mit abstimmen. Valentin Ludwig ist bereits online Mitglied geworden und sagt uns, warum gerade jetzt.

In den letzten Wochen und Monaten befindet sich die SPD zugleich auf einer Berg- und Talfahrt. Auf der einen Seite liegt die SPD bei der letzten Sonntagsfrage mit unter 20 Prozent auf einem historischen Tief. Auf der anderen Seite schießen die Mitgliederzahlen weiter steil nach oben.

Über 440.000 Mitglieder konnte die SPD Ende 2017 verbuchen, das sind mehr als bei der CDU. Damit ist die SPD allein nach den Mitgliederzahlen die größte Volkspartei Deutschlands. Und auch der Parteitag der SPD am 21.1. hat viele Menschen zusätzlich motiviert, in die Partei einzutreten. Wie den 27-jährigen Valentin Ludwig, der aus den USA online in die SPD eingetreten ist.

SPD-Mitgliedschaft für lange Zeit

Ihn hat die Kampagne der Jusos sehr begeistert, auch über den "Tritt ein! sag Nein!"-Aufruf hinweg, den er vollkommen unterstützt. Valentin Ludwig hält aber nichts davon, nur für das Mitgliedervotum über eine neue Große Koalition in die SPD einzutreten und sich nach der Abstimmung wieder vom Acker zu machen.

“Gucken, dass man wieder in eine bessere Situation gerät und aus dem Umfragetief unter 20 Prozent rauskommt.”
Valentin Ludwig, Neu-Mitglied der SPD

Er will selbst aktiv werden und sieht als Akademiker die Gefahr, in seiner eigenen Blase zu leben, und das Gespür für die Bedürfnisse der Leute auf der Straße zu verlieren. Deswegen will er mit ihnen ins Gespräch kommen und herausfinden, was die Menschen bewegt und welche Themen ihnen wichtig sind.

Für ihn ein guter Weg, der Politikverdrossenheit in der Bevölkerung entgegenzutreten. Für sein persönliches Engagement hat er die SPD gewählt, weil er fest davon überzeugt ist, dass Deutschland eine starke Volkspartei links von der Mitte benötigt, um Themen wie Umwelt- und Klimaschutz voranzubringen, die ihm persönlich stark am Herzen liegen.