Ob eine Partnerschaft funktioniert, zeigt sich spätestens im gemeinsamen Bett. Denn wenn Paare zusammenziehen, wird ihre Beziehung auf die Probe gestellt. Worauf es beim Zusammenwohnen ankommt, sagt Wohnpsychologe Uwe Linke.

Eine gute Partnerschaft fängt bei der Einrichtung an: Sie mag es lieber weiß, hell, unschuldig und rein. Er steht auf Blau. Diese zwei Farbtypen seien schwer vereinbar, sagt der Wohnpsychologe Uwe Linke. Denn weiß steht für Unsicherheit und blau für Gefühle. Bekanntlich kann es schwierig sein, mit unsicheren Menschen über tiefe Gefühle zu sprechen. Da bringt es auch nichts, die Wände hellblau zu streichen. Stattdessen gilt beim gemeinsamen Wohnen vor allem eine Regel: Eingeständnisse machen.

"Bei Gemeinschaftsräumen muss man ziemlich kompromissbereit sein."

Gemeinsame Projekte schweißen zusammen

Wer die nur ungern macht, sollte erst einmal auf Probe zusammenziehen. Sechs Wochen lang, dann kann ein Paar testen, wie sich Routine anfühlt. Fällt dann die Entscheidung fürs Zusammenziehen, sollte man sich genau überlegen: Zieht der eine zum anderen? Oder suchen beide gemeinsam eine neue Wohnung? Uwe Linke empfiehlt, sich gemeinsam neuen Wohnraum zu suchen. Dann hat man als Paar ein gemeinsames Projekt. Das schweißt zusammen.

"Eigentlich ist jeder eine Zumutung für den anderen und den Rest der Menschheit."
Uwe Linke, Wohnpsychologe

Immer schön streiten!

Und wenn es dann doch mal knallt, gilt: Konflikten nicht aus dem Weg gehen. Schließlich geht es beim Zusammenwohnen vor allem darum, den anderen zu ertragen und ertragen zu werden. Das sei ein Zeichen von Wertschätzung, meint Uwe Linke. Schließlich sei nichts schlimmer, als Menschen, die ihren Partner verändern wollen. Die Liebe solle ja schließlich kein Machtkampf sein.

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