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In ihren Jobs im Club und Restaurant haben Annie und Julian schon einige Nächte durchgemacht. Über Schlafmangel und Parallelwelten: Zwei Geschichten aus der Nachtschicht in dieser Ab21.

Eigentlich braucht Annie viel Schlaf. Nicht mehr als DJane zu arbeiten, kommt für sie dennoch nicht infrage. Als Investmentbankerin hat sie sich vorher so überarbeitet, dass ein "normaler" Job für sie nicht mehr zur Debatte steht. Für sie ist das Arbeiten in der Nacht als DJane Annie O. wie in einer anderen Welt zu sein.

"Man wird in den Clubkosmos eingesogen, das ist so eine andere Welt, dass Tag und Nacht keine Rolle mehr spielen. Die Nacht ist unser Tag, das schweißt schon zusammen."
Annie über ihre Welt als DJane
DJ Annie O.
© Annie O.
Annie O. beim Auflegen in einem Club

Annies optimistische Einstellung zum Thema Schlaf sieht mittlerweile so aus: Ihr Lieblingsslot zum Auflegen sei zwischen zwei und fünf Uhr, man sei dann noch fit und könne trotzdem noch ein bisschen Schlaf bekommen, falls man am nächsten Tag was vorhabe.

Man gewöhnt sich an alles

Julian hat früher auch Nachtschicht gearbeitet, anfangs in einem Club, danach machte er die späten Schichten in einem Burger-Laden. Er sagt, es war irgendwann gar nicht mehr komisch, dass teilweise erst um 12 Uhr mittags der "Abend" vorbei war und man dann erst nach Hause kam um zu schlafen. Insgesamt habe sich das alles wie ein Mikrokosmos angefühlt. Und einige hätten es nicht vertragen nur unter sich zu sein.

"Viele, die nachts arbeiten, haben nur ihre Arbeitskollegen. Es waren halt auch die einzigen, die bei diesen Arbeitszeiten Zeit hatten. Manche sind auch beim Alkohol gelandet. Auch ich habe gespürt, dass es normaler wurde regelmäßig und häufiger Alkohol zu trinken."
Julian berichtet von den dunklen Seiten der Nacht

Mittlerweile arbeitet Julian auch nicht mehr im Burger-Laden, sein Respekt gilt deswegen umso mehr genau denen, die sich für uns die Nächte um die Ohren schlagen.

Wissenswertes zur Bedeutung des Nachtlebens

  • Ob man viel feiern geht oder nicht, ein attraktives Nachtleben ist in jedem Fall ein großer Faktor dafür, ob eine Stadt als lebenswert oder großstädtisch wahrgenommen wird. Dabei wird immer mehr eine "Mediterranisierung" festgestellt, also das Verlagern der Nachtaktivität nach draußen. Das haben Wissenschaftler in dem Projekt "stadtnachacht" herausgefunden
  • Das Projekt besagt außerdem, dass das Nachtleben gerade auch in Städten wie Berlin oder Hamburg einen nicht unwesentlichen Teil zum Tourismus beiträgt. Ohne Nachtleben seien diese Städte beispielsweise für Touristen weniger interessant. Das Nachtleben hat also auch auf den Arbeitsmarkt einen Einfluss, wenn viele Touristen da sind, wird auch mehr Personal im Nachtleben gebraucht.
  • Das Reisemagazin "Urlaubsguru" hat die besten Städte weltweit zum Feiern zusammengestellt. In einige von ihnen darf man wegen der aktuellen Corona-Situation noch nicht einreisen, aber dafür liegt Platz 1 bei uns im Land. Inspiration für euren Städtetrip:

1. Berlin
2. London
3. Amsterdam
4. Las Vegas
5. New York

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