Wer schon mal einen Filmriss hatte, weiß, wie unangenehm das Gefühl ist, sich an nichts mehr erinnern zu können. Noch schlimmer ist das, wenn Fremde dir Drogen verabreicht haben, um dich wehrlos zu machen und eine Straftat an dir zu begehen – im besten Fall Diebstahl, im schlimmsten Missbrauch. Eine Stunde Liebe über K.-o.-Tropfen und wie man sich davor schützen kann. 

Eine kleinste Menge reicht schon aus, um das Opfer auszuschalten. Die Rede ist von sogenannten K.-o.-Tropfen. Sie werden verwendet, um Menschen wehr- und hilflos zu machen und sie auszurauben oder sexuell zu missbrauchen. Daher gelten sie auch als Vergewaltigungsdroge. 

In Eine Stunde Liebe schildert Sabine ihren Filmriss in einem Hamburger Club: Plötzlich tanzt sie lasziv mit einem älteren, fremden Typen und knutscht mit ihm. Am nächsten Tag kann sie sich an nichts mehr erinnern. 

"Ich hatte meine Drinks nicht im Blick."
Sabine, der vermutlich in einem Hamburger Club K.-o.-Tropfen verabreicht wurden

Sabine geht davon aus, dass ihr K.-o-Tropfen verabreicht wurden. Möglicherweise hat sie ihr der Fremde unbemerkt in ihren Drink geschüttet. Sabine hat aber Glück: Ihre Freunde haben sie im Blick und halten sie davon ab, mit dem Mann nach Hause zu fahren.

"Ich konnte mich an den Typen, mit dem ich wild geknutscht habe, überhaupt nicht erinnern."
Sabine, der vermutlich in einem Hamburger Club K.o.-Tropfen verabreicht wurden

K.-o.-Tropfen bestehen meistens aus den Stoffen GHB oder GBL. Diese Substanz ist nur sechs bis acht Stunden nachweisbar. Daher ist im Verdachtsfall wichtig, möglichst schnell ein Labor oder Krankenhaus aufzusuchen.

Ralf Wischnewski von der Drogenhilfe Köln klärt über K.-o.-Tropfen auf und berät Opfer. Er verrät in Eine Stunde Liebe, wie die Symptome von K.-o.-Tropfen aussehen und wie man sich schützen kann. Drei grundsätzliche Tipps:

  • mit Freunden ausgehen und aufeinander aufpassen
  • auf seine Drinks aufpassen und keine von Fremden annehmen
  • bei Unwohlsein an Freunde oder Personal wenden und mit niemandem mitgehen
"Am besten ist es, mit Freunden auszugehen und aufeinander aufzupassen."
Ralf Wischnewski, Drogenhilfe Köln

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