Benedict Cumberbatch ist mit einer neuen Serie im Pay-TV zu sehen: Als drogenabhängiger Patrick Melrose. Eine Figur wie Sherlock im Dauerdrogenrausch.

Patrick Melrose ist reich, sieht aus, wie wir uns einen Klischee-Briten so vorstellen und erfährt direkt zu Beginn der Mini-Serie, dass sein Vater plötzlich in New York gestorben ist. Eine Nachricht, die eigentlich jedem erst mal die Schuhe ausziehen würde - nicht Patrick Melrose.

Denn Melrose ist komplett high - ein Mix aus Heroin, Alkohol und Medikamenten. Die Reaktion fällt entsprechend aus. Und bald wird klar: Mit seinem Vater verbindet ihn eine Hassbeziehung - freundlich formuliert.

"I am here to collect my fathers corpse!"
"One exceptional man your father was."
"Yeees. I never met quite anybody like him ..."
Aus dem Trailer von "Patrick Melrose"

Der sadistische Vater hat seinen Sohn jahrelang missbraucht. Einer der Gründe, warum Patrick an nichts vorbei gehen kann, was irgendwie die Sinne betäubt. In jeder Folge erlebt der Zuschauer ein paar Tage im Leben des Patrick Melrose. Zwischen den Episoden gibt es Zeitsprünge.

Hochkarätige Besetzung

Auch wenn vielen Fans die Anwesenheit von Benedict Cumberbatch als Argument reicht, sich die Serie anzusehen - es gibt da noch ein paar mehr gute Gründe: Hugo Weaving zum Beispiel. Der aus Matrix und Herr der Ringe bekannte Schauspieler spielt den sadistischen Vater von Patrick Melrose. Jennifer Jason Leigh (The Hateful 8) schlüpft in die Rolle der überforderten Mutter, und auch Allison Williams aus Girls hat in Episode Eins einen Auftritt. "Das ist alles ziemlich grandios gespielt", findet Deutschlandfunk-Nova-Reporter Martin Schütz. Aber:

"Er trägt sehr gute Klamotten und ist ziemlich soziopathisch, arrogant und auch zerstörerisch! Das hat mich ein wenig an Sherlock erinnert, und ich bin halt nicht so der Sherlock-Fan."
Martin Schütz, Deutschlandfunk Nova

Trotzdem wird sich Martin Schütz die Mini-Serie zu Ende anschauen. Sind auch nur fünf Episoden. Die Story basiert auf den Romanen von Edward St. Aubyn - von denen gibt es auch fünf.

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