62 Monde hat der Saturn bereits, nun bekommt der Planet einen weiteren Mond dazu. Noch ist der neue Mond namens "Peggy" ein Winzling, aber das kann sich schnell ändern. Die Raumsonde "Cassini" soll ab Ende 2016 Bilder von der Entstehung des neuen, kleinen Mondes liefern.

Angefangen hat es mit einer Turbulenz in einem der Saturnringe: Die Störung ist 1200 Kilometer lang, rund zehn Kilometer breit und hat die Aufmerksamkeit der Nasa-Wissenschaftler erregt. Sie gehen davon aus, dass an dieser Stelle ein neuer Saturnmond entsteht, der jetzt noch einen Durchmesser von nur etwa einem Kilometer hat. Einen Namen haben die Nasa-Leute der Kleinen auch gegeben: Peggy.

Aus den Saturnringen entstehen neue Monde

Für die Wissenschaft ist das die Chance, die Geburt eines Mondes mitzuerleben. Bislang geht man davon aus, dass sich die Monde vor allem in den inneren Ringen des Saturns aus Eis- und Gesteinspartikeln gebildet haben, erklärt DRadio-Wissen-Redakteurin Tina Kießling. Diese Geröllklumpen wandern dann von den Ringen nach außen, verschmelzen mir anderen Objekten und nach und nach entstehen riesige Monde.

"Ringe und Monde hängen ganz dicht zusammen: Aus den Partikeln, die die Ringe bilden, entstehen die Monde. Und wenn die Monde wieder zerfallen, dann werden sie wieder zu Gesteinsbrocken in den Ringen."
Nachrichtenredakteurin Tina Kießling über die Saturnmonde