Sie tragen Namen wie Hashtags: Pegida oder Hogesa. Dahinter stecken neue politische Gruppen mit dem Hang zur rechten Ecke. Unser Kollege Sammy Khamis hat sich mit ihnen befasst und hat entdeckt, was diese Gruppen eint: viel Hass und rückwärts gewandte Ideologien.

Am 26. Oktober versetzten Tausende von Demonstranten Köln in Unruhe: Die "Hooligans gegen Salafisten" demonstrierten in der Stadt, pöbelten und randalierten. In Abgrenzung zu den Hooligans gehen in Dresden seit Wochen bis zu 8000 Menschen auf die Straßen. Sie formieren sich unter dem Namen Pegida: Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes. "Montagsdemos" oder "Spaziergänge" nennen sie ihre Auftritte.

Pegida-Demonstranten bleiben bemüht friedlich

"Die Demonstranten der Pegida geben sich relativ friedlich", sagt der Journalist Sammy Khamis, der zu den neuen rechten Gruppen recherchiert. Selbst bei Angriffen von linksextremen Gegendemonstranten bemühen sich die Pegida-Demonstranten, ruhig zu bleiben. "Die Rechten sind viel organisierter und bürgerlicher", sagt Sammy Khamis. Sie strebten so in die Mitte der Gesellschaft.

"Die rechtsextremen Strukturen sind in Sachsen so gut, dass das Friedliche durchgedrückt wird. Wenn die Rechten sich friedlich geben wollen, dann passiert das auch."
Sammy Khamis

Pegida und Hogesa sind oft nicht auf den ersten Blick als rechtsextrem zu erkennen. Die Pegida-Leute geben sich als besorgte Bürger. "In Anbetracht des Islamischen Staates ist es auch gar nicht verkehrt, dass man da ein wenig Angst hat", sagt Sammy Khamis, "aber dieser Islamhass ist der neueste Trend im rechten Rassismus." Auf den Demos von Hogesa und Pegida sind stets hochrangige Rechte dabei, in Köln etwa der sogenannte SS-Siggi aus Dortmund. "Das sagt schon einiges darüber aus, wie rechts die eigentlich sind."