Die New Yorker finden Pfand eher uncool, in Israel gibt's ein Bottlegate, Frankreich verzichtet gleich ganz auf Pfand - nur die Schweden bringen brav ihre Flaschen zurück. Dabei behalten sie es oft nicht selbst, sondern Spenden den Pfandbetrag für einen guten Zweck.

New York:

Die Pfandflasche hat es nicht leicht in New York. Nur 5 Cent gibt es pro Flasche. Zu wenig für New Yorker, die was auf sich halten. Deshalb werden die meisten Pfandflaschen von Obdachlosen oder Bedürftigen zurückgebracht. Wer sich allerdings beim Pfandbetrug erwischen lässt, muss richtig blechen. Bis zu 25.000 Dollar Strafe drohen, wenn man versucht Pfandflaschen einzulösen, die aus einem anderen Bundesstaat kommen.

Israel:

Auch in Israel ist die Geschichte des Pfands nicht gerade eine Erfolgsgeschichte. Obwohl es umgerechnet 25 Cent auf größere Glasflaschen gibt, werden sie in Supermärkten nicht gerne zurückgenommen. Ausgerechnet jetzt wird Israel von einem Pfandskandal heimgesucht: Sara Netanjahu, die Frau des israelischen Ministerpräsidenten, soll die vom Staat finanzierten Flaschen jahrelang zurückgebracht und das Pfand in die eigene Tasche gesteckt haben. Ein echtes Bottlegate.

Frankreich:

Bis in die 80er Jahre gab es in Frankreich zumindest auf Glasflaschen
Pfand. Heute werden dort vor allem Plastikflaschen benutzt. Auf die gibt es keinen Pfand, aber immerhin landen die in der Gelben Tonne. So werden die Plastikflaschen immerhin zum größten Teil recycelt.

Schweden:

Richtige Pfandfans hingegen sind die Schweden. Die Pfandrückgabe gehört dort wie selbstverständlich zum wöchentlichen Einkauf dazu. Die Rückgabe erfolgt ähnlich wie in Deutschland am Pfandautomaten. Am Ende können die Schweden dann entscheiden, ob sie das Flaschenpfand selber behalten möchten oder lieber für einen guten Zweck spenden wollen. Insgesamt werden dort 89 Prozent aller Plastikflaschen und Dosen recycelt.