Zwei Start-Upper haben das nachhaltige Pfandbechersystem reCup getestet. Zunächst im kleinen Rosenheim. Weil das gut funktioniert hat und die Logistik jetzt klar ist, geht's bald auch in die Großstädte.

Das oberbayerische Rosenheim hat 60.000 Einwohner. 25 Filialen, wie etwa Bäckereien, haben bei dem reCup-Pfandsystem-Pilotversuch von Fabian Eckert und Florian Pachaly mitgemacht. Nach der Testphase ist jetzt klar: das System ist gut. Einiges gibt es noch zu verbessern, aber es kann expandiert werden.

Fabian Eckert und Florian Pachaly
© reCup
Fabian Eckert (links) und Florian Pachaly (rechts)

Viel wollen die beiden noch nicht verraten - die Zeit bis zum Jahresende werden sie noch viele Daten auswerten und planen, aber sie wollen auch in die Großstädte.

"Wir glauben, dass reCup auch in groß funktioniert."
Fabian Eckert, reCup über die Zukunftsaussichten seines Pfandbechersystems

Die beiden wollen es den Konsumenten leicht machen. Gespült werden die Becher von anderen, entweder den Bäckereien selbst, oder von einem Spüldienstleister - dieser Service ist gerade in Planung. Um Nachhaltigkeit gewährleisten zu können, spielen Lastenfahrräder eine große Rolle, was den Transport der Pfandbecher angeht - das sei auch in Großstädten machbar, sagen sie.

Ein Pfandbecher aus dem reCup-System
© Fabian Eckert
Ein reCup-Pfandbecher

Mit Kunststoff schaffen wir es am besten, nachhaltig zu sein

Woran noch gearbeitet werden muss, sind sie Becher selbst. Aktuell bestehen sie aus Polypropylen. "Weil es die nachhaltigste Alternative ist, die es im Moment für ein Pfandsystem gibt", so Fabian Eckert.

"Wir haben viel Logistik, viel Transport, wir brauchen ein leichtes, bruchsicheres Material. Da fallen Glas und Porzellan einfach raus."
Fabian Eckert, reCup über die Materialeigenschaften von Pfandbechern

Oft werde auch nach Metall als möglichem Material für die Pfandbecher gefragt. Das sei aber in der Gewinnung, Verarbeitung und im Recycling so aufwendig, dass es sehr schwer sei, einen ökologischen Vorteil zu generieren und nachhaltig zu sein. Mit Kunststoff schaffe man es einfach derzeit am besten.