Wenn Pflanzen von Blattläusen befallen werden, holen sie sich Hilfe. Mit Duftstoffen locken sie zum Beispiel Marienkäfer an. Diese Duftabwehr ist bei Ackerpflanzen häufig weggezüchtet. Pflanzen-Parfüm-Zerstäuber könnten helfen.

Eine Gruppe von Forschern aus Schweden und Mexiko hat herausgefunden: Wir brauchen das ganze Gift auf unseren Feldern gar nicht. Etwas anderes, viel Schonenderes könnte helfen. Zum Beispiel ein Pflanzenparfüm. Denn einige Pflanzen sondern einen Duft ab, sobald sie von Schädlingen befallen werden. Dieser lockt dann die natürlichen Feinde der Schädlinge an und die Pflanzen werden das Problem ganz einfach los.

"Die Forscher haben den Ansatz, dass die Pflanzen von Natur aus genug Methoden haben sich selbst gegen Schädlinge zu helfen."
Raphael Krämer, DRadio Wissenredaktion

Im Ackerbau haben viele Pflanzen ihre Eigenschaften durch die Züchtungen verloren. Manchmal ist es ein Duft, der natürliche Feinde von Schädlingen anlockt, bei anderen Pflanzen ist es ein Nektar, der zum Beispiel Pilze davon abhält, sich auf Blättern und Blüten auszubreiten. Heute könnten auch Wildpflanzen am Feldrand den Job übernehmen: Sie verfügen noch über eine intakte Schädlingsabwehr und könnten die Ackerpflanzen verteidigen. Doch leider wirkt diese Methode nicht ganz so gut.

"Es gibt Pflanzen, die einen Nektar produzieren. Die Feinde der Schädlinge werden dadurch angelockt. Sie sollen dann den Nektar fressen und die Schädlinge gleich mit."
Raphael Krämer, DRadio Wissenredaktion

Heute wäre es die schnellste und effizienteste Lösung neben den Feldern Duftspender anzubringen, die die Pflanzen besprühen. Ihnen die Duft-Verteidigung wieder anzuzüchten, würde viele Jahre dauern.

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