Die Große Koalition will 8000 neue Stellen in der Pflege schaffen. Viel zu wenig, sagen Kritiker, schließlich gebe es mehrere zehntausend Pflegekräfte zu wenig. Harald Danneberg hat schon vor einiger Zeit seinen eigenen Pflegedienst gegründet und wollte einiges anders machen. 

Harald Danneberg hat jahrelang selbst als angestellter Pfleger gearbeitet und er kennt die Probleme in der Branche: zu wenige Mitarbeiter, zu viel Arbeit und Ende des Monats zu wenig Geld. Irgendwann hat sich Harald Danneberg mit einer Zeitarbeitsfirma für Pflegekräfte selbstständig gemacht. Sein Ziel: Er will in der harten Pflegebranche einiges anders machen - für seine Mitarbeiter und für seine Kunden.

"Ich bin oft mit einem unguten Gefühl nach Hause gegangen, weil ich meiner Tätigkeit nicht nachgekommen bin. Oder weil aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens Fehler passiert sind. Diese Gefühle nimmt man mit nach Hause und das bereitet einem Unmut."
Harald Danneberg, Pfleger und Gründer einer Pflegefirma

Harald Danneberg beschäftigt gut geschulte Pflegekräfte und vermittelt diese an Kliniken weiter. Außerdem bekommen seine Angestellten regelmäßige Schulungen. Er hat auch ganz bewusst auf das Zeitarbeit gesetzt, auch wenn es häufig in der Kritik steht. Für Harald Danneberg ist das eine gute Alternative zu Festanstellungen. Er bezahlt seine Mitarbeite nach eigener Auskunft auch über Tarif, um damit einen Anreiz für die Zeitarbeit zu liefern.

Vorteile von Zeitarbeit

Harald Danneberg kann der Zeitarbeit auch ein paar Vorteile abgewinnen: Dank der Arbeit in verschiedenen Kliniken lernen seine Pfleger die unterschiedlichen Standards in der Pflegebranche kennen. Zudem bleiben sie flexibel und finden sich schnell an neuen Arbeitsplätzen zurecht.

"Ich kann jetztnur von uns sprechen: Wir zahlen übertariflich, dafür bietet der Mitarbeiter die hohe Flexibilität an. In der Hinsicht gleicht sich das schon gut aus."
Harald Danneberg, Pfleger und Gründer einer Pflegefirma

Die Große Koalition will sofort 8000 neue Stellen für Pflegekräfte schaffen. Für Harald Danneberg ist das einen Tropfen auf den heißen Stein. Zurzeit seien etwa 50.000 Stellen in der Pflegebranche nicht besetzt, weil einfach die Fachkräfte dafür fehlen. Seiner Meinung nach müsste sich die Politik eher um dieses Problem kümmern. Schließlich gehe es darum, dass sich langfristig wieder lohne in der Pflege zu arbeiten.

"Es sollten eher die Rahmenbedingungen verändert werden: Dass man wieder das Interesse daran weckt, in der Pflegebranche zu arbeiten."
Harald Danneberg, Pfleger und Gründer einer Pflegefirma

Mehr zum Thema Pflege: