Eigentlich war die NZZ-Redakteurin Nina Belz in Manila, um über die Wahlen auf den Philippinen zu berichten. Doch dann fand sie heraus, dass es mitten in der Millionenstadt Menschen gibt, die in Grüften auf Friedhöfen leben. Nicht weil sie makaber sind, sondern weil sie sich keinen anderen Wohnraum leisten können. Hier hört ihr die ganze Geschichte.

"Wir kamen dann da rein, und es hat uns seltsam berührt. Da waren Leute, die hatten ihre Hängematte zwischen den Grüften gespannt. Kinder im Planschbecken liefen halbnackt zwischen den Gräbern rum."
Nina Belz hat die Friedhofsslums in Manila besucht

Nina Belz war 2016 in Manila auf den Philippinen. Als sie dort auf dem Friedhof unterwegs war, um eine Reportage über die dort lebenden Menschen zu machen, hat sie zunächst niemanden gesehen. Alles war leer. Dann aber hat sie ein Kind gesehen. Das Kind rannte weg - hinter eine Mauer. Und als Nina folgte, entdeckte sie schließlich einen Teil mit sehr vielen Menschen.