Arachnophobie ist der Klassiker unter den Ängsten, die Furcht vor Spinnen. Silke Hahne hat genug davon und will etwas gegen ihre Spinnenangst unternehmen. Mit der ganz direkten Konfrontation.

Spinni hat acht Beine, ist ziemlich haarig, ist eine Vogelspinne und das Haustier von Ingo Bögner. Der wiederum ist Psychotherapeut in Köln und hat den Schwerpunkt Ängste, Phobien und Panikstörungen. Man kann also sagen: Spinni und Ingo Bögner sind ein recht gutes Team, wenn es um tierischen Horror geht - und damit die idealen Ansprechpartner für DRadio-Wissen-Reporterin Silke Hahne und ihre Arachnophobie.

Mit Vogelspinne gegen Arachnophobie

Silkes Angst vor Spinnen ist nicht rational, sie weiß, dass ihr weder die kleinen noch großen Krabbler ihr wirklich gefährlich werden können. "Die Angst vor Spinnen ist subjektiv", erklärt Ingo Bögner. Schuld ist die Amigdala, der Teil des Gehirns, in dem Angst entsteht. Bei manchen Leuten reagiert sie auf bestimmte Reize - Spinnen etwa - besonders stark. So der Fall bei Silke. Aber sie kann etwas dagegen tun: Kontakt zu Spinni.

"Wie Sie sehen: Spinni ist ganz lieb und, Überraschung, sie ist auch ganz kuschelig, ganz anders als man denkt."
Ingo Bögner, Psychotherapeut

Die achtbeinige Dame lässt sich anfassen, streicheln und schließlich sogar auf die Hand nehmen. Spinni starrt Silke an, zischt ein wenig und, na klar, hat viel mehr Angst vor der Journalistin als umgekehrt. Am Ende hat Silke sogar fast Mitleid mit Spinni. Und die nächste kleine Spinne im Schlafzimmer sollte kein zu großes Problem mehr sein.