Ein verpasster Anruf aus Burundi, Tansania oder einem anderen, weit entfernten Land: Wer zurückruft, muss zahlen. Ping Call heißt diese Abzockmasche. So könnt ihr euch davor schützen.

Ping Calls - das gibt es schon länger. Aber immer wieder funktioniert die Masche, und das geht so: Mithilfe eines Computerprogramms ruft eine Nummer aus einem weit entfernten Land ganz kurz an und legt dann sofort wieder auf. Der Angerufene sieht eine Nummer auf seinem Display und ruft zurück. Bei Anrufen via Mobilfunknetz nach Burundi oder Tansania kann das schnell mehrere Euro pro Minute kosten.

Vorsicht bei unbekannten, ausländischen Nummern

Wer darauf nicht reinfallen will, kann nur eins tun: Unbekannte Nummern aus sehr weit entfernten Ländern nicht zurückrufen. Das bestätigt auch Michael Reifenberg von der Bundesnetzagentur: "Bevor man den Rückruf absetzt, nochmal auf die Nummer schauen. Insbesondere bei internationalen Nummern, wenn zwei Nullen oder sogar noch mehr am Anfang im Display eingeblendet sind, sollte sich der Angerufene rückversichern, ob er diese Nummer tatsächlich auch erreichen möchte."

Was tun, wenn ich schon zurückgerufen habe?

Wenn es schon zu spät ist, und die Nummer schon zurückgerufen wurde, kann die Bundesnetzagentur helfen. Liegt die Ping-Call-Nummer dort schon vor, kann es sein, dass die Bundesnetzagentur verboten hat, Anrufe von und zu dieser Nummer abzurechnen. Dann wird der Anruf gar nicht berechnet. Kommt es doch einmal dazu, könnt ihr hier Beschwerde einreichen. Und wer seinen Anruf schon teuer bezahlt hat, kann mithilfe der Verbraucherzentrale das Geld zurückfordern. 

Wie kann ich mich vor Ping Calls schützen?

Um gar nicht erst von Ping Calls belästigt zu werden, ist es ratsam, so sorgsam wie möglich mit den eigenen Daten umzugehen. Die Verbraucherzentralen empfehlen im Netz und auch sonst die eigene Telefonnummer genauso wie die Kontodaten nur anzugeben, wenn das  zwingend nötig ist - und wenn der Vertragspartner einen guten, zuverlässigen Eindruck macht.

Dazu gehört auch, das Kleingedruckte zu lesen, bevor wir unsere Daten an Dritte weitergeben. Vorsicht ist zum Beispiel dann geboten, wenn nicht klar ist, an wen ein Vertragspartner unsere Daten weitergeben könnte.