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Die Erhöhung des Mindestlohns in den USA bereitet vielen Fast-Food-Konzernen Kopfzerbrechen. In einigen Bundesstaaten ist der Mindestlohn auf 15 Dollar geklettert. Deswegen denken Firmen wie McDonalds oder Wendy’s verschärft über Roboter nach. Also ist es Zeit für einen Blick in die gar nicht all zu ferne Zukunft: Robos, die Burger grillen und Pizzas aus dem 3-D-Drucker ausdrucken.

Burger grillen, das ist keine allzu komplexe Tätigkeit. Und vor allem ist es ein Job, der bei Menschen äußerst unbeliebt ist: Es stinkt, es ist fettig, das Verletzungsrisiko ist groß - zum Beispiel durch Fettspritzer. Kurz: Ein Job, den wir ruhig Flippy, dem Burgerroboter überlassen können. Der hat keine Hände, sondern Greifscheiben, die sich öffnen und einen Burger aufnehmen und ihn dann umdrehen können. Eine Tätigkeit, bei dem sich jede menschliche Hand schwer verbrannt hätte.

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Flippy kann aber nicht nur Patties braten, er kann auch Käse drauflegen, die Brötchen anrösten, Zwiebeln schneiden oder Pommes machen. Flippy wurde von Miso Robotics und Caliburger entworfen, einer kalifornischen Burgerkette. Und die Leute, die ihn gebaut haben, haben selber vorher bei Caliburger am Grill gestanden und Burger gegrillt. Flippy hat einen sechsachsigen Arm, läuft auf Rädern und ist direkt an den Bestellcounter angeschlossen. Sobald dort ein Kunde einen Burger ordert, legt er los.

Flippy arbeitet schon in einer Caliburgerfiliale in Pasadena. Und CaliBurger will Flippy und Artgenossen innerhalb der nächsten zwei Jahre in mindestens 50 Restaurants einsetzen. Caliburger versichert aber auch: Auch in Zukunft sollen Roboter menschliche Arbeiter nicht komplett ersetzten, sondern mit ihnen zusammenarbeiten. Vorerst zumindest. Wie viele der 3,7 Millionen Arbeitsplätze in der amerikanischen Fast-Food-Industrie durch Automatisierung verloren gehen, ist schwer zu sagen.

Eine aktuelle Studie von Mc Kinsey schätzt, dass sich im Gastro- oder im Hotelgewerbe viele Abläufe automatisieren lassen und dass dort 66 Prozent aller Jobs gefährdet sein könnten. Auch durch einen Robo-Kumpel von Flippy, den das Start-up beeHex aus dem Silicon Valley entwickelt hat. Chef 3D kann in Rekordzeit und mithilfe eines 3-D-Druckers Pizza ausdrucken

Vom Drucker aufs Backpapier

Dazu wählt ihr mithilfe einer Smartphone-App einfach die Größe und die Form einer Pizza aus - etwa eine Herzform. Dann noch zwischen Teig aus Weizen oder Vollkorn entscheiden und Sauce und Käseart bestimmen. Wer will, kann in der App sogar ein Foto hochladen, zum Beispiel von einem Dreieck oder einem Auto. Der Pizzaroboter druckt euch dann genau die Form auf ein Backpapier aus. Der Teig und die Zutaten werden so wie gewünscht aus Spritzdüsen direkt auf das Papier gespritzt. Das alles dauert genau eine Minute – dann könnt ihr euch die Pizza schnappen und in den Ofen schieben.

Die Idee hat die Nasa so begeistert, dass sie BeeHex gerade ein Investment in sechsstelliger Höhe rübergeschoben hat. Denn die Weltraumbehörde hofft, dass der Beehex-Pizza-Robo künftigen Astronauten zum Beispiel auf einer Marsmission eine Pizza ausdruckt. Wer so lange nicht warten will - noch in diesem Jahr soll der Chef3D in den ersten Vergnügungsparks und Shoppingmalls sein Debüt feiern.

Shownotes
Gastronomie der Zukunft
Pizza aus dem Drucker, Burger vom Roboter
vom 10. März 2017
Moderatorin: 
Diane Hielscher
Gesprächspartnerin: 
Martina Schulte