Getränke in Plastikflaschen gibt es in unterschiedlichen Größen: 0,5 Liter, ein Liter oder noch größer. Für die Umwelt wäre eine Plastikflasche mit 2,3 Litern Fassungsvermögen am besten, sagen Forschende der University of South Carolina.

Die Weltmeere sind voll mit Plastik. Wie können wir also weniger Plastikmüll produzieren? Forschende der University of South Carolina, USA, haben untersucht, welche Größe von Plastikflaschen für weniger Müll sorgen könnte. Sie kommen zu dem Ergebnis: Effizient sind Flaschen dann, wenn sie in einem Bereich zwischen 0,4 und 2,9 Litern liegen. Hier stimme das Verhältnis von Inhalt zu Packung am besten.

10.000 Tonnen PET-Müll weniger

Dabei erziele eine Plastikflasche mit 2,3 Litern das beste Ergebnis. Würden 20 Prozent der kleinen Flaschen durch 2,3-Liter-Flaschen ersetzt, würde das den PET-Müll in den USA um knapp 10.000 Tonnen pro Jahr verringern. In Europa kommt dieser Mid-Size-Flasche eine Größe von 2,5 Litern am nächsten, erklärt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Tina Howard

Denn: Kleine Flaschen verbrauchen zu viel Verpackung für zu wenig Inhalt, schreiben die Forschenden. Bei Flaschen, die größer als 2,3 Litern sind, brauche es hingegen eine stabilere und damit mehr Verpackung, weil der Inhalt so schwer ist.

"Schon 20 Prozent weniger kleine Flaschen und dafür mittlere Flaschen würde in den USA ein Prozent Plastikmüll sparen."
Tina Howard, Deutschlandfunk Nova

Für ihre Analyse haben die Forschenden mehr als 180 verschiedene Plastikflaschen untersucht: kleine, große, mittlere für Wasser, O-Saft oder auch Bier. Zusätzliche Infos lieferten ihnen Daten über den Plastikmüll aus dem US-Bundesstaat Minnesota. Dort werde besonders gut dokumentiert, welche Plastikflaschen verkauft werden und was am Ende ins Müllsystem kommt.

Die Datensätze aus Minnesota zeigen laut der Untersuchung: Steigt der Verkauf von kleinen Flaschen in einer Region an, nimmt auch die Menge an PET-Müll zu. Fraglich bleibt allerdings, ob nicht noch andere Ursachen dazu beitragen. Auch haben die USA ein anderes Recyclingsystem als Deutschland.

Umweltfreundliche Größe günstiger machen

Unabhängig davon schlägt das Forschungsteam vor, Konsumentinnen und Konsumenten zu motivieren, mittelgroße Plastikflaschen zu kaufen. Zum Beispiel mithilfe von einem Hinweis auf der Flasche, der klar macht: "Das hier ist eine supereffiziente Größe". Gleichzeitig könnte eine Preisanpassung helfen, schreiben sie. Was aber noch geklärt werden müsse, ist etwa, wie kohlensäurehaltige Getränke in größeren Flaschen weniger schnell schal werden, wenn sie einmal geöffnet sind.