Punkte für Handy-Abstinenz? Das gibt's jetzt an der der California State University. Die App Pocket Points macht's möglich. Die registriert, wenn die Studenten auf dem Campus ihr Handy ausschalten. Mit den Punkten könnten die Studenten dann zum Shoppen gehen.

Telefone sind aus Hörsälen und Klassenzimmern nicht mehr wegzudenken, mit allen negativen Folgen. "Viele Studenten guckten im Unterricht nach unten auf ihre Smartphones", sagt Rob Richardson, Student und Start-up-Gründer. Manche Professoren führen in solchen Situationen ihre Studis vor, ein paar Gags auf Kosten der unaufmerksamen Studenten. "Wir dachten uns, da muss es eine bessere Lösung geben."

Einfach mal abschalten

Die Lösung von Rob und seinem Team heißt Pocket Points. Diese App checkt via GPS, wo der Student sich befindet und ob das Handy ausgeschaltet ist. "Alle zwölf Minuten gibt es dann einen Punkt", erklärt DRadio-Wissen-Reporterin Tina Kießling. "Die gesammelten Punkte kannst du dann beim Pizzamann oder im Bagel-Laden in der Stadt einlösen." Das ist eigentlich eine Win-Win-Win-Situation: Die Studenten sichern sich Rabatte, die teilnehmenden Unternehmen eine junge Zielgruppe in ihren Läden und die Profs im Hörsaal bekommen endlich mal wieder die Gesichter ihrer Studenten zu sehen.

"Es gibt wegen Pocket Points auf Twitter schon Tweets von Studenten: 'Sorry Mom, hör auf, mich anzurufen, ich versuche Punkte zu sammeln.' Prinzipiell scheint Pocket Points also richtig Erfolg zu haben."
DRadio-Wissen-Reporterin Tina Kießling über Pocket Points

Neben Pocket Points gibt es noch mehr Tools, die uns zum Arbeiten und Lernen antreiben sollen - und uns eben nicht im Internet beim ziellosen Rumsurfen verlieren. Tina hat sich zum Beispiel Freedom installiert: Damit wird die Verbindung vom Rechner zum Netz unterbrochen: "Du kannst dann eingeben, wie viele Minuten du offline sein willst, also zum Beispiel 60 oder 120 Minuten und dann wird die Verbindung gekappt."