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Donald Trump hat die Wahl verloren und klagt einfach weiter. Unterdessen prozessiert der Staat New York gegen ihn, ziemlich hartnäckig, sagt die Politologin Cathryn Clüver Ashbrook.

Am 20. Januar 2021 wird Donald Trump das Weiße Haus verlassen müssen. Im eigenen Interesse werde er bis dahin einiges an Kreativität an den Tag legen, um sich finanziell abzusichern, sagt die Politologin Cathryn Clüver Ashbrook. Aus Donald Trumps Steuerdokumenten gehe eindeutig hervor, dass es um seine Finanzen nicht gut bestellt sei.

Sie ist überzeugt: "Es muss Donald Trump auf jeden Fall darum gehen, weiterhin im Gespräch zu bleiben. Nur so wird er sich finanziell und persönlich über die nächsten Monate und Jahre retten können." Auch deswegen klage er gerade vor dem Supreme Court gegen das Wahlergebnis – ohne Aussicht auf Erfolg.

Staat New York ermittelt

Für aussichtsreicher hält die Politologin die Zivilverfahren, die umgekehrt der Staat New York gegen den amtierenden US-Präsidenten eingeleitet hat. Gegen Donald Trump wird wegen mutmaßlicher Geldwäsche und Geschäftsmanipulation vor seiner Amtszeit ermittelt.

"Der Staat New York scheint sehr ernst zu machen, will da auch nicht aufgeben. Der Generalstaatsanwalt des Staates hat zwei große Prozesse angeleiert, und er gibt sich da sehr hartnäckig, sehr kämpferisch."

Gerade seien forensische Buchhalter bestellt worden. Cathryn Clüver Ashbrook sagt: "Das sind Spezialisten, die sich unglaublich gut mit Geldwäsche auskennen."

Pläne für einen neuen Wahlkampf

Zwar hätte Donald Trump und die Republikanische Partei mit der Kampagne gegen die Legitimität der Wahl 200 Millionen Dollar eingenommen, das Geld dürfe aber nur im Wahlkampf wieder ausgegeben werden. Für die Politologin ist gut vorstellbar, dass Donald Trump und seine Anhänger den Tag der Amtseinführung von Joe Biden für diesen Zweck nutzen könnten.

"Es wurde spekuliert, dass es eine Parallelveranstaltung am eigentlichen Amtsübergabetag geben könnte, von Trump entweder gesteuert oder von ihm selbst geleitet, wo quasi die nächste Runde 2024 eingeleitet wird."

Sollte der amtierende US-Präsident die Spaltung der Republikanischen Partei weiter betreiben und eine neue America-First-Partei gründen, könne das die US-amerikanische Demokratie massiv verändern. Sie sagt: "Es könnten bewegte Zeiten auf Amerika zukommen."