Pornos gucken im Netz ist ein alltägliches Massenphänomen, dass nicht spurlos an unserem Gehirn vorbeigeht. Zwei junge Filmemacher gehen den Folgen des Pornokonsums jetzt auf den Grund.

Die Pornokarriere vieler Jugendlicher startet heute schon sehr früh im Internet. Ein Einstiegsalter von zehn Jahren ist keine Seltenheit mehr, weil Pornos im Netz nahezu barrierefrei zur Verfügung stehen. Und das mobile Internet erlaubt den Internetnutzern immer besser, sich Kontrollen durch die Eltern, oder den wachsamen Augen des Partners zu entziehen.

Das Gehirn wird durch Pornos gucken beeinflusst

Ob Pornos allerdings süchtig machen, wird breit diskutiert und ist immer noch umstritten. Die Fernsehautorin Susa Zdrzalek und der Cutter Fritz Fechner arbeiten seit einem halben Jahr an einem Dokumentarfilm über die Frage, was Pornokonsum in unserem Gehirn tatsächlich auslöst.

“Die Doku versucht herauszufinden, ob Pornosucht wirklich existent ist.“
Fritz Fechner, Cutter und Filmemacher

Vor sechs Monaten gab es die Initialzündung zu dem Projekt, als ein Arbeitskollege von Susa erzählte, dass er Pornos im Netz den Rücken gekehrt habe, nachdem er einen Vortrag von Gary Wilson gesehen hatte.

Susa Zdrzalek und Fritz Fechner bei DRadio Wissen
© DRadio Wissen
Susa Zdrzalek und Fritz Fechner bei DRadio Wissen

Für ihre Doku haben Susa und Fritz in den letzten Monaten viel recherchiert, geskypt und Kontakte vor allem zu amerikanischen Ex-Pornousern geknüpft. Erste Interviews haben Sie bereits mit einem 23-Jährigen Engländer geführt, der früher pornosüchtig war und inzwischen in Berlin lebt. Zurzeit ist die Finanzierung das größte Problem. Da die beiden keinen Sender im Hintergrund haben, versuchen sie es mit Crowdfunding. Die Kampagne endet am 18. April.

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