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Wie viel könnte euer geknackter Instagram-Account wert sein? Rund 37 Euro. So viel verlangen Kriminelle im Darknet dafür. Andere Konten kosten mehr.

Klar: Das Passwort von Mark Zuckerberg bringt vermutlich mehr Geld als die Passwörter zu unseren Accounts. Aber auch für unsere Passwörter gibt es tatsächlich eine Art Preisliste von Kriminellen für ihre Kundschaft.

Das Online-Magazin The Conversation hat solch eine Liste veröffentlicht. Für das Passwort eines Gmail-Account gibt es zum Beispiel deutlich mehr Geld als für einen Twitter-Account:

  • Twitter: 28 Euro
  • Instagram: 37 Euro
  • Facebook: 53 Euro
  • Gmail/Google: 65 Euro

Diese Liste hat der IT-Sicherheitsforscher Ravi Sen von der Texas A&M University zusammengetragen.

Preis hängt vom Guthaben ab

Wenn es um Daten geht, die sich nicht sofort zu Geld machen lassen, sind es manchmal zwielichtige Marketingfirmen, die diese Daten aufkaufen. Zum Beispiel können Adressdaten interessant sein: Firmen kaufen diese, füttern damit ihre Datenbanken und verkaufen sie gegen Geld weiter.

Anders sieht es bei geklauten Zugangsdaten von Paypal- oder Kreditkartenkontos aus. Die Preise hängen vom jeweiligen Guthaben ab:

  • ein Paypal-Account mit 82 Euro Guthaben bringt gut 24 Euro
  • ein Paypal-Account mit einem Guthaben von 800 bis 2500 Euro schon knapp 300 Euro

Hier geht es nicht nur um Daten, sondern auch darum, das Guthaben illegalerweise abzubuchen.

Dass für ein Paypal-Konto mit mehr als 800 Euro Guthaben nur 300 Euro bezahlt wird, könnte daran liegen, dass die Käufer das Geld nicht sicher abbuchen können. Sie tragen ein Risiko erwischt zu werden oder auch, dass das Geld zurückgebucht wird.

Es gibt verschiedene Gründe Passwörter zu kaufen

Auch staatliche Akteure, wie zum Beispiel Geheimdienste klauen teils Daten. Es handelt sich meist um Spionage oder das Bloßstellen politischer Gegner. Der mutmaßlich aus Russland geführte Hackerangriff auf die Bundestagsserver 2015 war so ein Fall. Welchen Wert solche haben Daten, lässt sich schwer ermessen.