Manchmal müssen wir uns einfach einmischen: wenn der Freund zuviel trinkt, wenn die Freundin ihr Essverhalten ändert, wenn der Bruder sich zurückzieht. Doch wo können wir uns als Helfende beraten lassen?

In vielen Situationen ist es nicht leicht, zu entscheiden, ob es sich um ein vorübergehendes Problem handelt oder um ein andauerndes. Schließlich will man als Helfender auch nicht zu früh bestimmte Grenzen überschreiten. Wenn man sich unsicher ist, ist es gut, andere zu fragen. Menschen, die sich mit psychischen Problemen auskennen. Christian Gredig ist psychiatrischer Krankenpfleger und arbeitet für den Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker. Der bietet unter anderem das Seele-Fon an, eine Telefonhotline speziell zur Beratung Angehöriger und Betroffener.

"Man sollte sich nicht aufdrängen. Wichtig ist zu signalisieren: Wenn Du darüber reden möchtest, bin ich immer da."

Er rät Angehörigen, Kollegen und Freunden von Menschen mit psychischen Problemen dazu, den anderen mit Nachfragen nicht zu bedrängen. "Wenn ein anderer signalisiert, er möchte nicht über seine Probleme reden, muss man akzeptieren." Darüber hinaus rät er Helfenden dazu, mit den Betroffenen vor allem in Ich-Botschaften zu kommunizieren. Es geht darum nachzufragen und möglichst objektiv zu sein. Was man keinesfalls tun sollte: eigene Diagnosen stellen, und Vorwürfe machen.

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Sozialpsychiatrische Dienste in deutschen Großstädten

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