Kölner Dom, Brandenburger Tor, Hamburger Hafen... Große Sehenswürdigkeiten hat doch längst jeder gesehen. Mit welchen Apps man eine Stadt neu erkunden kann, hat unsere Reporterin Rahel Klein ausprobiert.

Drei Stunden hat sich unsere Reporterin Zeit genommen. Genug für eine Stadtrundfahrt. Oder einfach treiben lassen und nicht alles nach Fahrplan machen? Genau so funktionieren psychogeographische Apps wie Dérive. Das bedeutet übersetzt so viel wie "Abdriften". Also einfach mal treiben lassen.

"Also ich muss mir jetzt hier irgendwo einen Vogel suchen und ihm solange folgen, bis er oder ich keinen Bock mehr haben."
DRadio-Wissen-Reporterin Rahel Klein

Die App zeigt Spielkarten mit Anweisungen: "Folge einer Person mit einem Hut" oder "Setz dich zwei Minuten auf eine Bank". Das Ziel wird schnell klar: Auch bekannte Städte lassen sich neu erkunden. Und zwar einfach, indem wir mit Menschen in Kontakt treten, Dinge tun, die wir sonst nicht tun oder in Busse steigen, deren Ziel wir nicht kennen.

Screenshot der App Dérive.
© DRadio Wissen | Rahel Klein
Aus der Telefonzelle nach dem Wetter fragen: Nur eine der teilweise skurrilen Aufgaben der Dérive App.

Die App befiehlt, einem Vogel zu folgen: Eine kleine Taube mit lila Hals übernimmt die Stadtführung. Von der Pommesbude zum Dönerladen und zurück, bis sie davon fliegt und unsere Reporterin zurücklässt. Doch weitere Aufgaben lassen nicht lange auf sich warten.

"Ich nehme meine Umgebung viel genauer wahr und klicke mich einfach von einer Aufgabe zur nächsten."
DRadio-Wissen-Reporterin Rahel Klein

Besonders die Episode im Nagelstudio wird Reporterin Rahel Klein in Erinnerung bleiben. Dort sollte sie nur zweimal durchatmen und dann wieder gehen. Scheinbar sinnlose Aufgaben können manchmal Augen für versteckte Schätze öffnen.

Kunstzigarettenautomat in Bonn.
© DRadio Wissen | Rahel Klein
Bei ihrer Erkundungstour durch Bonn, achtete sie auf jede Kleinigkeit, entdecke Street Art, süße Cafés und ganz neue Ecken der Stadt.

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