Wir können uns in andere Menschen hineinfühlen. Das ist wichtig - und nur wir Menschen können das. Wirklich? Auch Affen haben diese Fähigkeit.

Was unterscheidet uns Menschen vom Tier? Sprache? Nein. Denn es gibt sprechende Graupapageien oder auch Affen, die die Zeichensprache beherrschen. Ist es das Ich-Bewusstsein? Auch nicht. Denn Studien haben gezeigt, dass sich Schimpansen und Delphine selbst im Spiegel erkennen.

Bleibt das Einfühlungsvermögen beim Denken. Sprich, dass wir Menschen uns in andere Menschen hineinversetzen können. Wir erkennen Motive und Annahmen bei anderen und können diese nachvollziehen (meistens zumindest...).

Aber auch das ist kein Alleinstellungsmerkmal, zeigt eine Studie im Fachjournal Science. Wichtig ist das Video dazu:

Das Video bekamen auch Affen zu sehen, dabei wurden ihre Augenbewegungen mit einem Eye-Tracker verfolgt. In dem Clip sucht ein Forscher einen Mann im King Kong-Kostüm, der ihn angegriffen hat. Der King Kong versteckt sich in einem der beiden Heuhaufen.

Jetzt kommt der Gag: Der Mann hat gesehen, in welchem Heuhaufen King Kong verschwunden ist und geht kurz weg. Währenddessen verlässt King Kong jedoch seinen Heuhaufen.

Theory of Mind ist extrem wichtig

Als der Mann wiederkommt geht er natürlich zu dem Heuhaufen, in dem er King Kong vermutet. Und genau zu diesem Heuhaufen schaut auch der Affe. Das Tier kann sich demnach in den Mann hineindenken. Der Affe denkt, was allein im Kopf des Anderen existiert.

Dieses Verhalten wird als Theory of Mind beschrieben und ist extrem wichtig für den Menschen. Wir brauchen diese Fähigkeit, um mit anderen Menschen zurechtzukommen. Und Affen teilen diese Fähigkeit.