In Thailand ist eine 20-jährige Deutsche nach dem Kontakt mit einer Würfelqualle gestorben. Die Biologin Ilka Sötje kennt sich mit diesen Nesseltieren aus.

Die Begegnung mit einer Qualle kann schmerzhaft sein. Das haben viele von uns vielleicht schon mal im Sommerurlaub zu spüren bekommen. Es gibt jedoch Quallenarten, die begnügen sich nicht damit, brennende rote Striemen auf unserer Haut zu hinterlassen, eine Begegnung mit ihnen kann tödlich verlaufen. Eine deutsche Touristin ist jetzt auf Thailand nach dem Kontakt mit einer Würfelqualle gestorben.

"Man kann Nesseltiere überall antreffen. Dass sie so stark wirken, dass es tödlich ist, passiert eher in tropischen und subtropischen Bereichen."
Ilka Sötje, Biologin

Die Biologin Ilka Sötje von der Uni Hamburg weiß, dass es etwa 50 verschiedene Würfelquallenarten gibt, davon sind neun problematisch und vor allem eine, die so genannte Seewespe, sehr gefährlich. Die Quallen haben Tentakeln mit Nesselzellen, die abgeworfen werden – normalerweise, um Beute zu töten. Problematisch wird es, wenn diese Nesselzellen in Kontakt mit unserer Haut kommen.

Bei manchen Quallen ist das für uns sehr schmerzhaft, bei anderen ist der Kontakt verbunden mit Todesangst, Schwitzen, Übelkeit und Erbrechen. Im schlimmsten Fall kann es zu Lungenblutungen und Herzstillstand kommen.

Perlonstrumpfhose als Schutz vor Quallen

In Thailand auf der Insel Koh Samui warnen jetzt Hotels ihre Gäste davor schwimmen zu gehen, außerdem werden Netze installiert, um die Strände vor den Quallen zu schützen. In Australien wird das schon lange gemacht. Die Biologin Ilka Sötje sagt außerdem, dass Perlonstrumpfhosen vor einem Kontakt mit den Nesselzellen schützen können. Und wenn es bereits passiert ist, dann kann Essig erste Hilfe gegen die Schmerzen leisten. Man sollte schnell einen Arzt rufen, denn der könnte ein Gegengift haben. Die Touristin in Thailand habe jedoch Kontakt zu einer Qualle gehabt, für die es kein Gegengift gebe.

"Da kann man leider gar nichts machen. Das muss man durchstehen und hoffen, dass man es überlebt."
Ilka Sötje, Biologin