Mit Anfang 20 fühlt sich das Leben noch so leicht an. Mit Mitte, Ende 20 fragt es Dich dann mit ernster Stimme: Wo willst Du hin? Im Job, im Studium und überhaupt. Bei vielen löst dieser Druck die "Quarterlife Crisis" aus, die Sinnsuche zwischen 20 und 30. Warum sie kommt und wie wir sie wieder loswerden, hört ihr in der "Ab 21".

Vielleicht kennt ihr das Gefühl auch: Mit 20 fühlt sich alles noch leicht an. Man denkt nicht viel nach, sondern macht einfach, wonach einem der Sinn steht: Feiern, Saufen, vielleicht Studieren, mal kurz ins Ausland gehen, ein Praktikum hier, ein Praktikum da, mal gucken, was noch kommt, bloß nicht festlegen, ich hab je noch Zeit für Entscheidungen, fürs Erwachsenwerden, für das, was noch kommt, aber irgendwann mit Mitte 20 fühlt sich das auf einmal gar nicht mehr so leicht an. Und zwischen Clubnacht, One-Night-Stands und dem zehnten Praktikum fragt ihr euch vielleicht: Wer bin ich eigentlich? Und was will ich eigentlich vom Leben? War der Weg, den ich bis hierhin gegangen bin, richtig?

Wie umgehen mit der Sinnkrise?

Quarterlife Crisis nennt man das - und es beginnt, wie der Name schon sagt, um die Mitte 20. Und einer, der weiß, wie sich so eine Lebenskrise anfühlt, ist Sebastian Goddemeier, freier Autor, 26 Jahre alt, und einer, der seine erste Quarterlife Crisis gerade hinter sich hat. Wie es dazu kam, und wie er mit der Sinnkrise umgegangen ist, hört ihr in der "Ab 21".

Wie man aus der Quarterlife Crisis wieder rauskommt, weiß Ulrike Schneider-Schmid, Psychotherapeutin aus Berlin, die in ihrer Praxis vor allem Millennials betreut, die nicht mehr wissen, wer sie sind, was sie eigentlich wollen und wohin die Reise gehen soll. Die erste große Krise ist ein Phänomen, das man vor allem bei jungen Erwachsenen mit einem höheren Bildungshintergrund beobachten kann, sagt Matthias Rohrer, Studien- und Projektleiter beim Institut für Jugendkulturforschung in Hamburg. Von Kindergarten, Schule über Abitur und Studium durchläuft man das Bildungssystem – und danach kommt plötzlich das große Loch mit vielen Fragen.