Es ist Frühling. Zeit, euer Fahrrad aus dem Winterschlaf zu holen. Aber was macht ihr, wenn ihr das Bike entstaubt, die Kette gefettet und die Reifen aufgepumpt habt, aber nach einem Kilometer unterwegs merkt, dass der Reifen Luft verliert? Oder die Schaltung plötzlich nicht mehr will? Wenn das Bike streikt, müsst ihr es nicht mehr unbedingt zum Händler tragen. Eine App hilft

Die Apps für die Fahrrad-Reparatur heißen "Fahrrad Reparieren" oder "Bike Repair" und bieten Videoanleitungen für viele typische Fahrrad-Probleme. Wie eben den Schlauch wechseln, neue Bremsklötze montieren oder das Licht reparieren. "Fahrrad Reparieren" kostet einen Euro und bietet die Reparatur-Basics in 25 Anleitungen. "Bike Repair" gibt es für vier Euro, aber dafür bietet die App knapp 60 Reparatur-Guides. Beide gibt es für iPhones und für Android. Voraussetzung dafür, dass solche Apps unterwegs was bringen, ist natürlich, dass ihr Werkzeug dabei habt und auch ein paar Dinge, die gerne mal kaputt gehen.

"Mobile Fahrradwerkstätten gibt es eigentlich in jeder größeren Stadt."
Sebastian Sonntag, DRadio Wissen

Wenn ihr Werkzeug dabei habt und zum Beispiel der Fahrradschlauch kaputt ist, dann kann euch der Fahrradschlauch-Automaten-Finder helfen. Das funktioniert allerdings so richtig nur in Großstädten. Und die passende App gibt es nur für iPhones. Alternativ könnt ihr zum Beispiel auch auf vendingradar.com schauen. Die Seite findet alle Arten von Automaten, auch die mit Fahrradschläuchen. Wenn was anderes kaputt ist als der Schlauch, oder ihr ihn nicht selbst repariert bekommst, dann bleibt nur noch eins: Hilfe rufen.

Hilfe per App

Das geht auch per App, zum Beispiel mit Veloyo. Das Unternehmen arbeitet mit Fahrradwerkstätten zusammen und je nachdem wo ihr seid, schicken die Macher dann Profis von der nächsten Werkstatt vorbei. Das funktioniert bisher allerdings nur in Hamburg, Berlin und jetzt neu in Frankfurt. Und in London und Amsterdam, falls ihr mit dem Fahrrad im Ausland unterwegs sein solltet. In anderen Städten gibt es aber auch mobile Fahrradwerkstätten - in Hannover, in Düsseldorf oder in Augsburg. Ein bisschen teurer ist es schon. Aber dafür spart ihr den Weg zur Werkstatt.

Auch der ADFC hilft

Die Preise für die mobile Hilfe bleiben im Rahmen. Bei Radambulanz Berlin kostet zum Beispiel eine Inspektion 16 Euro oder Reifenflicken 14 Euro. Alternativ könnt ihr auch Mitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrradclub werden - da gibt es seit einem Jahr auch eine Pannenhilfe für Fahrräder. Also im Prinzip genau dasselbe, was der ADAC für Autos macht. Die Mitgliedschaft kostet 56 Euro im Jahr. Für Leute unter 27 nur 33 Euro.

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