Nicht nur in Texas sorgen Regenmassen für Chaos und Verzweiflung. In Südasien leiden Millionen von Menschen unter den Folgen heftiger Regenfälle. Seit Juni sind allein in Indien mehr als 1500 Menschen gestorben - und gerade sind Wetterwarnungen für weitere Bundesstaaten veröffentlicht worden.

Die Regenfälle betreffen Bangladesch, Nepal sowie Indien. In dem indischen Bundesstaaten Bihar im Nordosten starben über 500 Menschen. Auch Assam hat es getroffen: Dort stehen einzelne Regionen komplett unter Wasser. Häuser wurden weggespült oder geflutet. Damit haben die Menschen auch ihre wichtigen Lebensmittelvorräte verloren.

Nach schweren Regenfällen sind Regionen im indischen Bundesstaat Bihar unter Wasser. Menschen laufen durch Wasser und tragen Säcke auf den Köpfen.
© Imago | Xinhua
Auch die Menschen in Bihar hat es getroffen. Es regnete unaufhörlich. Der Bundesstaat im Norden Indiens zählt über 100 Millionen Einwohner. Er gilt als einer der ärmsten Bundesstaaten.

Auch Mumbai, an der Westküste Indiens, ist von den Regenfällen betroffen. "Am Dienstag war in Mumbai alles unter Wasser", sagt unsere Indien-Korrespondentin Christina-Maria Purkert. Das Wasser laufe langsam wieder ab. Das Ausmaß der Schäden sei bislang noch gar nicht abzusehen.

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Aber in Indien sind die Regenfluten noch nicht vorbei. Indiens Regierung hat am 30. August eine Warnung für weitere zwölf Bundesstaaten herausgegeben. Dort ist der Monsun noch nicht angekommen.

In Nepal ist der Regen vorbei, aber die Situation bleibt problematisch

Auch Nepal und Bangladesch standen teils unter Wasser. In beiden Ländern Südasiens stand kurzfristig jeweils ein Drittel des Landes unter Wasser. Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) hat für Nepal einen Hilfsplan für 1,7 Millionen Menschen aufgelegt. In Nepal gab es schon im April heftige Regenfälle, die die Reisernte stark geschädigt haben. Das Essen könnte also knapp werden. Außerdem fehlt es teils an Trinkwasser.

Der Klimawandel hat Folgen

Jedes Jahr zieht der Monsun über Südasien. Regen und auch Fluten sind wichtig für die Landwirtschaft. Aber etwas ist neu, sagt Christina-Maria Purkert. "Das Wasser kommt sehr schnell und sehr plötzlich durch Starkregen. Das ist eine Folge des Klimawandels." Die Erderwärmung führe zu tropischen Stürmen, die wiederum für starken Regen sorgten. "Gemächliche Fluten werden dann zu reißenden Wassermassen", sagt Christina-Maria Purkert.