Der rege Wurm wühlt sich unermüdlich durch die Erde, wandelt dabei Organisches in fruchtbaren Boden um und, wenn es ganz leise ist, hört man ihn dabei schmatzen.

"Hörst du die Regenwürmer husten?", lautet die Frage in einem Kinderlied. Wurmzüchter Martin Langhoff kennt sich aus: "Husten gehört habe ich sie noch nicht, aber schmatzen", erklärt der Wurmexperte.

"In der Wurmfarm sind Millionen von Würmern, und wenn es sonntags ganz still ist, und man kommt da rein, und geht nah an die Becken dann hört man wirklich so eine Art Schmatzen."
Martin Langhoff, Regenwurmzüchter

In seiner Wurmfarm züchtet Martin Langhoff rund 12 Millionen Regenwürmer in Becken, die aufeinandergestapelt in einer Lagerhalle in Düren stehen. Abnehmer sind vor allem Angler und Gärtner, die zwei Funktionen des Wurms schätzen: Zum einen lockern sie den Boden auf und zum anderen liefern sie fruchtbare Erde.

"Der Wurm ist ein Bioreaktor: Vorne kommt irgendwas Organisches rein und hinten kommt immer Erde raus."
Martin Langhoff, Regenwurmzüchter

Die Würmer werden mit Licht in Schach gehalten: Weil sie am liebsten in der dunklen Erde graben, hält eine Lichtquelle sie davon ab, aus den Becken kriechen. Allerding passierte Martin Langhoff mit dem automatisierten Lichtkäfig ein Malheur: Einmal reagierte der Sensor nicht auf die hereinbrechende Dunkelheit und am nächsten Morgen wimmelte es nur so von Regenwürmern in der Halle.