Als Schauspielerin kennen wir sie aus eher ernsten Filmen wie "Das Wunder von Bern" und "Der Baader Meinhof Komplex", oder aus der ZDF-Krimi-Reihe "Stralsund". Ihr Regie-Debüt gibt Katharina Wackernagel jetzt als Macherin der schwarzhumorigen Komödie "Wenn Fliegen träumen". Darüber sprechen wir mit ihr.

"Ich wollte meinen ersten eigenen Film gerne noch drehen, bevor ich 40 werde", sagt Katharina Wackernagel im Interview – und das hat auch geklappt. Mit 39 hat sie sich mal wieder mit ihrem Bruder Jonas Grosch zusammengetan. Bisher allerdings hatte sie eher in seinen Filmen mitgespielt. Dieses Mal, bei ihrem Regie-Debüt, hat Jonas das Drehbuch geschrieben und stand auch sonst mit Rat und Tat zur Seite. Katharina ist diesmal unser Gast, wir sprechen über ihr sehr skurriles, witziges erstes Mal hinter der Kamera.

Die Story des Films: Eine einsame Psychotherapeutin (Thelma Buabeng) und ihre suizidgefährdete Halbschwester (Nina Weniger) begeben sich auf den Weg nach Norwegen, in einem roten Feuerwehrauto. Es geht um den Nachlass des jüngst verstorbenen Vaters. Begleitet werden sie dabei von einem Spanier (Johannes Klaussner), der eigentlich nach Finnland will. Und verfolgt werden sie von einem Haufen gestrandeter Persönlichkeiten (Niels Bormann, Tina Amon Amonsen, Robert Glatzeder, Zoltan Paul, Sebastian Schwarz und Katharina Wackernagel). Ein bizarrer Roadtrip umnebelt von Wodka und Tabletten. Und irgendwo dazwischen ein paar Fliegen, die plötzlich anfangen zu träumen.

Tiger-Mädchen als Serie

"Tiger Girl" war eine der großen, positiven Film-Überraschungen der Berlinale 2017: der zweite Kinofilm von Jakob Lass, der grundsätzlich ohne Dialogbuch dreht, seine Schauspielerinnen und Schauspieler also sämtliche Texte improvisieren lässt. Für die beiden jungen Hauptdarstellerinnen Maria Dragus und Ella Rumpf ein großer Schritt nach oben auf der Karriereleiter, für Jakob Lass die Bestätigung seiner Filmqualität nach seinem Debüt-Erfolg "Love Steaks". Jetzt kommt "Tiger Girl" als Serie neu heraus: Anna Wollner hat reingeguckt und berichtet, ob sich auch mehrere Folgen lohnen.

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Neu im Kino ist diese Woche außerdem Peter Jacksons digital aufpoliertes Erster-Weltkrieg-Doku-Drama "They Shall Not Grow Old", das schon im Vorfeld für viel Furore gesorgt hat. Es handelt sich um dermaßen aufwendig aufbereitete Filmaufnahmen aus dem Krieg, dass man optisch das Gefühl hat, es hätte in den Jahren 1914 bis 1918 schon Digitalkameras gegeben. 20 Minuten ruckelige schwarz-weiß Bilder wie bei "Tollkühne Männer in ihren fliegenden Kisten" morphen langsam in ein digitales Kino-Wunderwerk, das die Schrecken dieses brutalen Krieges in heutiges Licht rücken. Und die vor allem wieder eines zeigen: Auch in diesem Krieg sind es Zigtausende vor allem sehr junge Männer, Teenager, die in den brutalen Grabenkämpfen ums Leben gekommen.