Manche Dinge sind klar: Die Dinge fallen von oben nach unten. Rechts ist da, wo der Daumen links ist. Echtes Bier enthält Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und sonst gar nichts. Nicht einmal Liebe. Schade eigentlich.

Der Bier trinkende Mensch erwartet von seinem Getränk, dass es schmeckt. Und natürlich hofft er oder sie, dass der Mensch, der das Bier gebraut hat, dabei sorgfältig vorgegangen ist. Vielleicht sogar, dass bei der Zubereitung etwas ganz und gar Immaterielles in den Gerstensaft abgeflossen ist. Zum Beispiel: Liebe!

Liebe im Bier? Nicht amtlich vorgesehen.

Eine kleine Berliner Brauerei wollte es wissen. Und schrieb auf das Bier-Etikett: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen - und Liebe. Liebe? Nüscht da! Sagte das Bezirksamt Pankow: "Nach dem Umfang unserer Untersuchungen war die vorliegende Probe "Bier" von handelsüblicher Beschaffenheit. Die Kennzeichnung wies jedoch Mängel auf."

"Bei "Liebe" handelt es sich nicht um eine Zutat im lebensrechtlichen Sinne. Eine derartige Zutat kann demnach nicht im Zutatenverzeichnis genannt werden."
Bezirksamt Pankow

Hhhm. Liebe ist keine Zutat im "lebenrechtlichen Sinne"? Peng!-Laborantin Nora Hespers wollte es genauer wissen und hat spontan ausgewählte Biertrinker um eine Geschmacksprobe gebeten. Resultat: Liebe kann man schmecken. Eat this, Bezirksamt!