Checklisten, Notfallnummern und jede Location bei Tripadvisor durchscannen. Das machen die einen: Und dann gibt es noch die Flug-und-weg-Typen. Verreist nur richtig, wer sich schon vorher locker machen kann?

Als DRadio-Wissen-Reporterin Lydia Herms ihre erste Reise allein nach Island wagte, hatte sie Notfallmäppchen, Umrechnungstabellen und den ultimativen Plan dabei, was sie wann und wo sehen will. Ihre Freundin Yvonne Strüwing macht das anders: Flug buchen, Reiseführer einpacken - fertig. Der Rest passiert einfach.

"Ich träume jede Nacht vom Reisen, das ist jetzt kein Witz. Ich bin jede Nacht irgendwo unterwegs, in einem alten Bus und zuckel' damit durch die Gegend und fühle mich total frei."
Yvonne Strüwing, reist am liebsten ohne Plan

Seit 2012 ist Yvonne so immer wieder auf eigene Faust unterwegs. In Indien, Portugal, Thailand, Vietnam, zuletzt war sie in Kuba. Abgesehen vom Flug plant sie nicht viel. Als Muss packt sie einen Reiseführer ein, ein schönes Kleid zum Wohlfühlen, Kontaktlinsenmittel. Eine Art zu reisen, die süchtig macht.

Der Moment gehört mir

"Reiseplanung ist für mich Stress", sagt hingegen Lydia. Abwägen, Auskundschaften, Buchen - monatelang vorher. Ein Argument, warum Planungstypen wie sie nicht anders können, ist der Wunsch nach Sicherheit und der Angst vor Naturgewalten, Kriminellen, dem Fremden. Sie wollen so viele Risiken und Gefahren wie möglich ausschließen. Für Yvonne ist es wichtig, mit dem Ungewissen umzugehen. Sie sagt: Drauflosreisen geht auch - ohne übermutig oder unvorsichtig zu sein.

Eine Frau vor dem Meer
© DRadio Wissen | Yvonne Strüwing
Geplant war das nicht: Eine Fußentzündung samt Wasserverbot: Yvonnes Laune auf den Floating Houses im Kao Sok Nationalpark in Thailand ist trotzdem bestens.
"Wenn du Angst hast, dich das gefangen hält, dann kannst du auch zuhause bei dir in der Wohnung bleiben, und dich einschließen, und wirst nichts erleben."
Yvonne Strüwing,

Yvonnes Erfahrung ist, dass ihr die Menschen sogar noch viel häufiger geholfen haben, als sie sich es vorstellen konnte. In Indien, genauso wie auf Kuba. Vielleicht ist die Gefahr unterwegs auch nur gefühlt größer? "Ich bin in Deutschland überfallen worden morgens an meiner Haustür", erzählt Yvonne, "Gefahr lauert überall, egal ob in Halle (Saale) oder in Havanna in Kuba.“ Am Ende geht es darum, rauszufinden: Was stresst mich mehr? Planen oder nichts zu Planen?

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