Schlafen gehört zum Urlaub. Nur kann das Übernachten ganz schön teuer werden. Ein paar Tipps, wie es auch mit wenig Geld geht.

Urlaub kann so günstig sein: Auto auf, Matratze rein und losfahren. Das ist trotz ordentlicher Benzinpreise noch immer eine der sparsameren Arten Urlaub zu machen. In Deutschland ist das Schlafen im Auto auf öffentlichem Grund erlaubt. Einziges Manko: Man braucht dafür ein Auto, besser noch einen Kombi oder einen Transporter.

Aber auch Backpacker*innen können im August auch noch mit Regionalbahnen und dem 9-Euro-Ticket günstig durch Deutschland reisen. Mit einem Zelt kann man grundsätzlich überall, wo es ruhig und schön ist, ganz einfach so übernachten – wenn es denn erlaubt ist.

Wildcampen als Option

Grundsätzlich gilt fürs Zelten, dass Wildcampen, wie diese Karte zeigt, in vielen Ländern Europas verboten ist. In Teilen Skandinaviens, in Teilen Mittel- und Osteuropas und in Schottland ist es aber erlaubt, sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Minh Thu Tran.

"In den skandinavischen Ländern oder in Schottland kann man wild campen, aber es gibt auch Regeln."
Minh Thu Tran, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

In Frankreich kann man vielerorts ab sechs Euro pro Nacht auf kommunalen Plätzen zelten – das heißt Camping Municipal. Eine andere Möglichkeit ist es, sich im Freund*innen- und Bekanntenkreis nach freiem Wohnraum für die Ferien zu erkundigen. Auch eine Zwischenmiete auf Zeit könne recht günstig sein, sagt Minh Thu Tran.

"Wer keine Bekannten in schönen Urlaubsregionen hat, kann es auch über Wohnungstauschportale probieren."
Minh Thu Tran, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Als weitere günstige Unterkunftsoption nennt Minh Thu Tran World Wide Opportunities on Organic Farms – auch bekannt als woofen. Für Menschen, die in der Landwirtschaft helfen, sind Unterkunft und Verpflegung bei dieser Unterkunftsart frei.

Auch entlang von Pilgerwegen gibt es besonders günstig Schlafmöglichkeiten – beispielsweise am Jakobsweg. "Dort gibt es auf dem Weg öffentliche Herbergen, in denen die Übernachtung häufig nur fünf Euro kostet", sagt die Deutschlandfunk-Nova-Reporterin.

Viel Herberge für wenig Geld

Jugendherbergen sind teurer und außerdem mit einem Jahresbeitrag verbunden. Die Mitgliedskarte kostet für unter 27-jährige sieben Euro im Jahr, alle drüber müssen 22,50 Euro zahlen (Stand 03.08.2022). Bei etwa dreißig Euro pro Nacht fangen die Preise an – in Gruppenzimmern. Interessante und teilweise sogar mondäne Gebäude gibt es aber auch dort – beispielsweise: einen Leuchtturm, ein Schiff oder eine Windmühle.

Im Ausland empfiehlt sie allgemein Herbergen, die zum Verband Hostellig International gehören. "Im sonst sehr teuren Amsterdam kann man in der Jugendherberge schon für knapp 25 Euro unterkommen – allerdings im Mehrbettzimmer", sagt Minh Thu Tran. In Frankreich gibt es viele Auberges de Jeunesses auch am Meer.