Die menschliche Nase kann eine Billion Düfte auseinanderhalten, dafür müssen wir unser Riechorgan allerdings trainieren. Der Duftforscher Hans Hatt erklärt, wie das geht.

Und das geht so: Konzentration. Augen zu, Nase auf. Und zwar immer wieder. Am Besten sollte man auf die Emotionen achten, die der Geruch hervorruft. Und auch mal an Zufallsbekanntschaften schnuppern. Nur zur Orientierung.

Riechen trainiert das Gehirn

"Es ist egal, woran man riecht“, sagt Hans Hatt. Hauptsache, man tut es intensiv, nur so könne sich das Gehirn die Geruchsinformationen merken. Denn: "Riechen trainiert das gesamte Gehirn. Besser als Sudoku." Im Gehirn werden Gerüche meist direkt mit bestimmten Erinnerungen verbunden. Wenn wir etwas riechen, dann stellt sich fast automatisch die Erinnerung an die Situation ein, aus der wir diesen Geruch kennen.

"Wir müssen lernen, mit offener Nase durchs Leben zu gehen. Und nicht mit offenen Augen."

Hans Hatt selbst erriecht sich mittlerweile die ganze Welt. Wenn
er einen Raum betrete, erzählt er, dann schaue er sich nicht nur um: "Ich rieche mich auch um." Mitunter wird das auch mal unangenehm. Aber eben auch sehr interessant.