Wenn Eure Bewerbung zunächst von einem Programm nach Schlüsselbegriffen gescannt wird, dann nutzt dieses Unternehmen Robot Recruiting. Den Algorithmus hat das Unternehmen programmiert, um seine Personalabteilung zu entlasten. Ganz ohne Personaler funktioniert die Bewerberauswahl dennoch nicht. 

Der Algorithmus wird mit bestimmten Schlagworten und Fachbegriffen gefüttert. Dann durchsucht er zum Beispiel Foren nach Spezialisten für spezielle Programmiersprachen. Hat derjenige eine Mail-Adresse hinterlegt, kann es sein, dass das Unternehmen ihn kontaktiert. 

Für Unternehmen, die in strukturschwachen Gegenden liegen und Probleme haben, geeignetes Personal zu finden, kann dieses Robot Recruiting eine Hilfe sein. Beispielsweise werden mögliche Kandidaten danach gefiltert, ob sie aus der Region des Unternehmens stammen, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass der Kandidat mit Heimatwurzeln eventuell in die Region für einen Job zurückkehrt.

Sven Laumer von der Universität Bamberg hat bei 1000 deutschen Top-Unternehmen eine Umfrage gemacht. Demnach nutzen 8 bis 10 Prozent Robot Recruiting. Viele der befragten Unternehmen, die Robot Recruiting noch nicht einsetzen, können sich vorstellen, in Zukunft auf das digitale Bewerberauswahlverfahren zurückzugreifen. In den USA ist diese Form der Personalsuche schon weiter verbreitet. 

Bewerberauswahl per Knopfdruck

Oder das Programm wird so geschrieben, dass es aus einer Vielzahl von Bewerbern, die Passendsten herausfindet. Theoretisch könnte das Robot-Recruiting-Programm dann auch automatisch Absagen verschicken. Klingt danach, als ob ein Programm objektiv die besten Bewerber auswählt. Aber leider können auch Algorithmen diskriminierend sein, je nach dem wie sie programmiert wurden.

Für uns als potentielle Bewerberinnen und Bewerber heißt das: Profile in den sozialen Netzwerken gut pflegen und im Bewerbungsschreiben und dem Lebenslauf Schlüsselbegriffe einbauen, die in der Stellenausschreibung verwendet wurden.