Je ursprünglicher ein Lebensmittel ist, desto besser, sagt Ernährungsexperte Edmund Semler. Aber nur Rohkost ist für ihn keine ausgewogene Ernährung.

Wenn wir Lebensmittel kochen, verändern wir sie. Viele Vitamine werden durch die Hitze inaktiviert, Mineralstoffe bleiben aber unverändert und gehen beim Kochen vor allem durch das Auslaugen verloren und landen im Kochwasser.

"Bestimmte Vitamine und Mineralstoffe werden im rohen Zustand in deutlich geringerem Maße aufgenommen. Das gilt zum Beispiel für das ß-Carotin, auch Provitamin A genannt."

Mindestens 30 Prozent Rohkost sollten wir essen - findet Ernährungsexperte Edmund Semler - zumindest im Winter, denn im Sommer kann es auch ruhig mehr sein. Wenn man beispielsweise mittags den Salat vorab isst, hat man schon eine Portion Rohkost zu sich genommen. Das hat auch den Vorteil, dass man nicht mehr ganz so hungrig ist, wenn man dann mit dem Hauptgericht beginnt.

"Die Qualität der Nahrung ist umso höher, je weniger sie verarbeitet ist."

Den Darm trainieren

Manche Gemüse und Obstsorten verursachen Blähungen - ein unangenehmer Nebeneffekt. Das kann aber auch daran liegen, dass der Verdauungstrakt überfordert ist. Eine Fastenkur von einigen Tagen kann dabei helfen, dass der Darm die Rohkost wieder leichter verarbeiten kann.

"Ich empfehle einen Rohkostanteil von 30 bis 60 Prozent, das ist aber auch Jahreszeiten abhängig."

Rohkost-Vlog: Kurz & Knackig #1 - Grüne Smoothies, Wasser trinken, Essen gehen & mehr