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Auch wenn sonst eher die Arbeit im Vordergrund steht: Einmal im Jahr feiern wir zusammen mit unseren Kolleginnen und Kollegen. Warum Weihnachtsfeiern für viele Leute wichtig sind, auch nerven können und wie eine Party im Corona-Format aussehen könnte, besprechen wir in dieser Ab 21.

Weihnachtsfeiern, wie wir sie aus den vergangenen Jahren kennen, wird es 2020 wohl kaum geben. Das fanden Josefine und ihre Kolleginnen und Kollegen so schade, dass sie eine Online-Alternative geplant haben: Per Videocall haben sie zusammen ein Drei-Gänge-Menü zubereitet und ein Koch hat ihnen Anweisungen gegeben. Gerade im Coronajahr eine gute Möglichkeit, etwas mehr Kontakt zu den Leuten auf der Arbeit zu bekommen, schließlich fehlt der in Folge von Homeoffice vielen.

"Ein Großteil von uns hat eine Leidenschaft für Essen und Trinken, deshalb brauchte das nicht viel Überzeugungsarbeit", sagt Josefine, die ein vegetarisches Menü für alle ausgesucht hat. Süppchen vorweg, Nussbraten als Hauptgang und Schokokuchen zum Dessert – am Ende hatten alle etwas zu Essen auf dem Tisch, obwohl der zeitliche Rahmen von anderthalb Stunden sehr ambitioniert gewesen sei.

"Wenn wir die Wahl hätten, würden wir uns immer dafür entscheiden, uns zu sehen. Ich würde den persönlichen Kontakt immer vorziehen."
Josefine, hat eine Alternative-Weihnachtsfeier organisiert

Gerade das gemeinsame Essen sei ein Highlight gewesen, als alle die Gelegenheit bekommen haben, sich zu unterhalten: "Beim Kochen waren alle noch so fokussiert." Obwohl die Weihnachtsfeier eine schöne Alternative gewesen sei, würde Josefine eine normale Party immer vorziehen.

Was sie anderen Leuten rät, die auch eine Alternative-Weihnachtsfeier machen wollen, erzählt Josefine im Podcast!

Weihnachtsfeiern mit Hygienekonzept

Obwohl die bundesweiten Corona-Beschränkungen private Treffen von mehr als fünf Personen aus zwei Haushalten verbieten und damit das Aus der Weihnachtsfeier im Jahr 2020 erklären, gibt es doch eine Ausnahme. Jule und Anthony können gerade noch Firmenevents mit zehn Personen ausrichten, denn ihre Veranstaltungen gelten als Teambuildingmaßname und werden coronakonform organisiert.

"Wir haben uns das Motto gesetzt, unterschiedliche Sinne anzusprechen: Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Wissen, Raten, Kreativität – also eine bunte Mischung", erklärt Anthony das Konzept des Spielraum21. Wie der Name verrät, spielen die Teilnehmenden miteinander und können so an ihrem Teamgeist arbeiten, allerdings nun mit Abstand und Hygienekonzept.

Jule musste die Veranstaltung an die Coronaregeln anpassen – das sei keine leichte Aufgabe gewesen, denn bei den Spielen gehe es viel um Interaktion: "Wir stellen Masken, die transparent sind. Mimik spielt nämlich eine große Rolle." Aktuell arbeiten sie an einer digitalen Variante ihrer Veranstaltungen, damit sie in Zukunft völlig unabhängig sind.

Weihnachtsfeiern können gut fürs Teamgefühl und die Karriere sein

Manche Menschen bekommen direkt Gänsehaut, wenn sie an die Weihnachtsfeier auf der Arbeit denken: Zu großer sozialer Druck und keine Lust, private Zeit mit Kolleginnen und Kollegen zu verbringen. Warum diese Partys aber auch sehr gut für die Karriere und die Stimmung im Team sein können, weiß Karriereberaterin Silke Koppitz.

Wissenswertes zu Weihnachtsfeiern

  • Nur ein Drittel der Befragten freut sich auf die berufliche Weihnachtsfeier und einen netten Abend mit den Kolleginnen und Kollegen, das zeigt eine Umfrage des Portals job.de. Jede vierte Person empfindet die jährliche Feier sogar als lästige Pflicht.
  • Für ein Drittel der Deutschen ist übermäßiger Alkoholkonsum das Peinlichste, was ihnen auf einer Weihnachtsparty passieren kann. Gefolgt von Intimitäten mit Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen und in eine Schlägerei verwickelt zu sein, das zeigt eine YouGov-Umfrage. Insgesamt 4 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie sich auf einer Weihnachtsfeier schon einmal so blamiert haben, dass sie am liebsten nicht zurück ins Büro gegangen wären.
  • Fast die Hälfte aller Deutschen finden es nicht gut, sich auf Kosten des Arbeitgebers zu betrinken. Allerdings sieht es bei den 18- bis 39-Jährigen anders aus – die Mehrheit von ihnen findet es nicht schlimm, das Getränkeangebot der Firma zu nutzen.
  • Die allermeisten Weihnachtsfeiern mussten in diesem Jahr wegen Corona abgesagt werden, dabei könnten sie gerade in diesem Jahr sehr wichtig sein, denn laut einer Umfrage der Krankenkasse DAK vermissen 70 Prozent der Befragten den Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen. Deshalb setzen manche Unternehmen auf eine digitale Weihnachtsfeier und arbeiten dabei auch eng mit der Gastronomie zusammen.

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  • Ab 21
  • Moderation:  Dominik Schottner
  • Gesprächspartnerin:  Josefine, hat eine Alternative-Weihnachtsfeier organisiert
  • Gesprächspartnerin und Gesprächspartner:  Jule und Anthony vom Spielraum21 in Berlin
  • Gesprächspartnerin:  Silke Koppitz, Karriereberaterin